Der FC Chelsea hat hart durchgegriffen und seinen Mittelfeldstar Enzo Fernández für die kommenden zwei Pflichtspiele aus dem Kader gestrichen. Grund für die drastische Maßnahme des Londoner Klubs sind öffentliche Äußerungen des argentinischen Weltmeisters während der Länderspielpause, in denen er offen mit einem Leben in Spanien kokettierte.

Flirt mit Real Madrid provoziert Suspendierung

Der Auslöser für das Zerwürfnis war ein Podcast-Auftritt des Südamerikaners. Darin schwärmte Fernández öffentlich von der Vorstellung, in Madrid zu leben. Diese Aussagen befeuerten umgehend die ohnehin schwelenden Spekulationen über einen möglichen Transfer zum spanischen Rekordmeister Real Madrid. Erschwerend kam für seinen aktuellen Arbeitgeber hinzu, dass der Rekordeinkauf bereits in der Vergangenheit seine sportliche Zukunft an der Stamford Bridge über das Saisonende hinaus offengelassen hatte.

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Für die Führungsebene der Blues war das Maß nun voll. Die Suspendierung bedeutet, dass der zentrale Mittelfeldspieler sowohl das anstehende Viertelfinale im FA Cup gegen Port Vale am Samstag als auch den absoluten Premier-League-Kracher gegen Manchester City am darauffolgenden Sonntag verpassen wird. Es ist ein brisanter Verzicht für Chelsea, die erst 2023 geschätzte 120 Millionen Euro Ablöse an Benfica Lissabon überwiesen und den Spieler mit einem extrem langfristigen Vertrag bis 2032 ausstatteten.

Vereinskultur vor Einzelspieler: Tür bleibt dennoch offen

Chefcoach Liam Rosenior verteidigte die unpopuläre Entscheidung und verwies auf interne Werte. Eine Grenze im Hinblick auf die Unternehmenskultur und die gemeinsamen Ziele sei überschritten worden, ließ der Trainer verlauten. Man habe zwingend Sanktionen verhängen müssen, um diese Kultur bei einem erfolgreichen Verein mit langer Tradition zu schützen und ein klares Zeichen an das restliche Team zu senden.

Dennoch betonte Rosenior, dass die sportliche Bestrafung nicht das finale Aus für den teuren Superstar bei den Londonern bedeutet. Die Tür sei für Enzo nicht endgültig geschlossen. Nach Verbüßung der vereinsinternen Sperre liegt es nun an Fernández, sich wieder in das Gefüge des FC Chelsea einzugliedern und seinen Fokus vollends auf den englischen Rasen zu richten.

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