Der FC Chelsea zieht personelle Konsequenzen nach öffentlichen Wechsel-Aussagen. Cheftrainer Liam Rosenior streicht Enzo Fernández für die kommenden zwei Pflichtspiele aus dem Kader der Londoner.

Konsequenz nach Champions-League-Debakel

Der Auslöser für die Disziplinarmaßnahme liegt in den jüngsten Aussagen des argentinischen Weltmeisters. Nach dem bitteren Ausscheiden in der Champions League gegen Paris Saint-Germain, das mit einem Gesamtergebnis von 2:8 krachend verloren ging, äußerte der 25-Jährige öffentlich Zweifel an seinem Verbleib an der Stamford Bridge. In einem Interview ließ der Mittelfeldspieler durchblicken, dass ihn ein Leben in Spanien reize, auch wenn es aktuell keine konkreten Gespräche mit Real Madrid gebe.

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Für den Verein war dieser mediale Vorstoß zu viel. Fernández fehlt der Mannschaft als direkte Konsequenz nun im FA-Cup-Viertelfinale gegen Port Vale sowie im eminent wichtigen Premier-League-Duell gegen Manchester City.

Klare Kante von Trainer Liam Rosenior

Coach Liam Rosenior stellte auf einer Pressekonferenz klar, dass mit dem öffentlichen Kokettieren eine klare Grenze überschritten wurde. Gleichzeitig betonte der 41-Jährige, dass es sich um keine persönliche Fehde handele. Er schätze seinen Schützling sportlich wie menschlich sehr, allerdings passten solche Aussagen nicht zu der Kultur, die bei den Blues etabliert werden soll. Die Suspendierung sei eng mit der Klubführung und der Mannschaft abgestimmt.

Trotz der harten Maßnahme bleibt die Perspektive für den Rekordeinkauf, der im Januar 2023 für 121 Millionen Euro auf die Insel wechselte, langfristig bestehen. Rosenior verdeutlichte, dass die Tür für eine Rückkehr in den Kader weiterhin offenstehe, sobald die temporäre Denkpause abgelaufen ist.

Sportliche Krise trübt die Stimmung in London

Die Unruhe um den zentralen Mittelfeldmann kommt für Chelsea zur absoluten Unzeit. Die Londoner durchlaufen aktuell eine äußerst schwierige sportliche Phase. Mitte März kassierte die Mannschaft vier Niederlagen in Serie, was Rosenior veranlasste, von den härtesten zehn Tagen seiner bisherigen Trainerlaufbahn zu sprechen. Neben Fernández sorgte auch Außenverteidiger Marc Cucurella mit Andeutungen über eine mögliche Rückkehr zum FC Barcelona für Störgeräusche.

Derzeit belegt der FC Chelsea in der Premier League den sechsten Tabellenplatz. Angesichts der tiefen Enttäuschung über das internationale Aus fordert das Trainerteam von seinen Spielern nun vor allem eines: den Fokus auf das Sportliche und wesentlich mehr emotionale Stabilität auf dem Weg aus der Krise.

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