Der FC Liverpool hat im Kampf um die Champions-League-Plätze einen bitteren Rückschlag erlitten. Nach einem späten 1:1-Unentschieden gegen Tottenham Hotspur am Sonntag in der Premier League schlägt Mittelfeldspieler Dominik Szoboszlai angesichts der anhaltenden Schwächephase Alarm.

Später Schock durch Richarlison: Wieder kostet die Schlussphase Punkte

Eigentlich lief für den englischen Meister zunächst alles nach Plan. Dominik Szoboszlai hatte sein Team in Führung gebracht und durfte auf einen dringend benötigten Befreiungsschlag hoffen. Doch in der Schlussminute schlug Tottenham in Person von Richarlison zu und riss die Reds aus allen Träumen. Für die Mannschaft von Cheftrainer Arne Slot war es bereits der achte Gegentreffer in dieser Saison, der in der 90. Minute oder später fiel – ein historischer Tiefstwert für den Traditionsklub, der dadurch reihenweise wichtige Zähler liegen lässt.

Auch Florian Wirtz, der in der 64. Minute ausgewechselt wurde, konnte von der Bank aus nur zusehen, wie sein Team den sicher geglaubten Sieg aus der Hand gab. Insgesamt 15 Gegentore ab der 75. Minute bedeuten derzeit einen unrühmlichen Ligarekord in England.

Szoboszlai frustriert: Ich fühle mich leer

Nach dem Schlusspfiff fand der ungarische Nationalspieler deutliche Worte für den erneuten Einbruch seiner Mannschaft. Bei Sky Sports ließ der Torschütze seinem Frust freien Lauf: „Ich fühle mich leer. Wir müssen aufwachen, denn wenn wir so weitermachen, müssen wir froh sein, wenn wir uns für die Conference League qualifizieren.“

Die tabellarische Situation gibt den mahnenden Worten des Regisseurs recht. Nach 30 absolvierten Spieltagen belegt Liverpool lediglich den fünften Rang. Der Vorsprung auf den Tabellensechsten FC Chelsea ist auf einen mickrigen Punkt zusammengeschmolzen. Die Qualifikation für die lukrative europäische Königsklasse gerät massiv in Gefahr.

Trainer Arne Slot will kein Muster erkennen

Die aktuelle Formkurve spricht ebenfalls gegen das Team von der Anfield Road. Von den letzten vier Pflichtspielen konnte die Mannschaft nur ein einziges für sich entscheiden. Auf das ständige Einbrechen in der Schlussphase angesprochen, zeigte sich Szoboszlai ratlos: „Ich weiß nicht, warum das passiert. Schon wieder in der Schlussminute, ich weiß nicht, zum wievielten Mal.“

Während die Spieler nach Erklärungen suchen, kämpft auch der Trainer mit der Situation. Arne Slot räumte zwar eine riesige Frustration ein, weigerte sich jedoch öffentlich, aus den späten Gegentoren ein generelles Muster abzuleiten. Klar ist aber: Finden die Reds nicht bald ein Mittel gegen ihre defensiven Aussetzer in den Schlussminuten, droht am Ende der Saison tatsächlich das ungeliebte Szenario Conference League.

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