Florian Wirtz steht beim FC Liverpool nach anhaltenden Formschwankungen massiv in der Kritik. Der ehemalige schottische Nationalspieler und heutige TV-Experte Craig Burley hat die bisherigen Auftritte des deutschen Offensivspielers scharf verurteilt und rät den Verantwortlichen an der Anfield Road sogar zu einem Verkauf des Millionen-Neuzugangs.

„Absolutes Leichtgewicht“: Burley fällt hartes Urteil

Beim US-Sender ESPN nahm Craig Burley kein Blatt vor den Mund, als es um die Personalie des deutschen Nationalspielers ging. „Lasst uns aufhören, bei Florian Wirtz um den heißen Brei herumzureden“, forderte der schottische Ex-Profi und ließ eine schonungslose Analyse folgen. Er habe die Nase voll davon, dass Wirtz stets an seinen vergangenen Großtaten gemessen werde. „Was er in Deutschland geleistet hat, hat er in Deutschland geleistet. Das ist Vergangenheit.“

Besonders die körperliche Präsenz und die Durchschlagskraft des 22-Jährigen bemängelt der TV-Experte scharf. In der aktuellen Mannschaft der Reds präsentiere sich der Ex-Leverkusener als „absolutes Leichtgewicht“. Ihm fehle es im letzten Drittel dermaßen an Überzeugung, dass es für Burley schlichtweg nicht nachvollziehbar sei.

Ernüchternde Statistiken an der Anfield Road

Tatsächlich sprechen die nackten Zahlen derzeit nicht für den hochveranlagten Spielmacher. Im vergangenen Sommer war Wirtz für eine astronomische Ablösesumme von 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen auf die Insel gewechselt. In seinen bisherigen 38 Pflichtspielen im Trikot des englischen Traditionsvereins kommt der Rechtsfuß auf lediglich sechs Treffer und acht Torvorlagen — eine für seine Verhältnisse überschaubare Ausbeute.

Genau diese Diskrepanz ruft Kritiker wie Burley auf den Plan. Dieser vermisst die Leichtigkeit, mit der der pfeilschnelle Stürmer einst die Bundesliga dominierte: „Wo sind diese Dribblings und diese verwirrenden Läufe, die er in Leverkusen gezeigt hat, mit denen er drei oder vier Gegner stehen gelassen hat?“ Für den Schotten gibt es nur eine Lösung: Sollte Wirtz auf seiner Idealposition als Zehner nicht zeitnah funktionieren, müsse der Klub ihn verkaufen.

Klopft Real Madrid an? Die Haltung der Reds

Trotz der harschen Medienkritik scheint man intern beim LFC (noch) die Ruhe zu bewahren. Dem Vernehmen nach trauen die Verantwortlichen dem jungen Deutschen nach wie vor eine zentrale Rolle im Spielsystem zu. Ein vorzeitiger Abschied, etwa im Sommer 2026, gilt in Vereinskreisen aktuell als unrealistisches Szenario.

Dennoch brodelt die Gerüchteküche: Zuletzt machten vor allem in den spanischen Medien Berichte die Runde, wonach Real Madrid die Situation des Edeltechnikers genau beobachtet. Sollte der Knoten in der Premier League nicht bald platzen, könnten die Königlichen einen Versuch wagen, Wirtz aus seiner schwierigen Lage in England zu befreien.

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