Florian Wirtz hat nach seinem Wechsel zum FC Liverpool anfängliche Hürden überwunden und blickt gestärkt auf die anstehende Weltmeisterschaft. Der 22-jährige Nationalspieler offenbarte vor dem anstehenden DFB-Länderspiel gegen Ghana, wie ihm die physische Härte der englischen Liga und die Rückendeckung von Bundestrainer Julian Nagelsmann durch die schwere Anfangszeit geholfen haben.

Anpassung an die physische Härte der Premier League

Der Sprung von Bayer Leverkusen auf die Insel forderte dem Edeltechniker einiges ab. Im Interview mit der Sportschau gab der Offensivmann unumwunden zu, dass seine ersten Monate bei den Reds keine leichte Phase darstellten. Besonders die robuste Spielweise im englischen Oberhaus zwang den Spielmacher zum Umdenken. Er musste lernen, gegen Widerstände anzukommen, körperlich robuster zu werden und den Ball besser zu behaupten. Mittlerweile sieht sich der DFB-Star jedoch auf einem guten körperlichen Level angekommen.

Julian Nagelsmann als mentaler Anker

In dieser kritischen Phase der Anpassung spielte ausgerechnet der Bundestrainer eine entscheidende Rolle. Julian Nagelsmann erwies sich als verlässlicher Ansprechpartner und nahm dem 22-Jährigen den Druck. Die Botschaft des Trainers war klar: Auch eine Leistungsdelle gehört zur Entwicklung und macht einen Spieler langfristig widerstandsfähiger. Wirtz teilt diese Ansicht heute voll und ganz. Die offene Kommunikation und die stetige Unterstützung haben das Verhältnis zwischen Trainer und Spieler laut eigener Aussage spürbar intensiviert.

Vom Befreiungsschlag zur großen WM-Hoffnung

Der sportliche Knoten auf der Insel platzte Ende Dezember. Beim 2:1-Erfolg über die Wolverhampton Wanderers erzielte der deutsche Nationalspieler sein lang ersehntes erstes Tor im Trikot des FC Liverpool. Seitdem zeigt die Formkurve steil nach oben. Mit beeindruckenden 15 Torbeteiligungen, bestehend aus sechs Treffern und neun Vorlagen in 40 Pflichtspielen, hat er sich in England endgültig etabliert.

Auch im Nationaldress zahlt sich das gewonnene Selbstvertrauen aus. Beim jüngsten 4:3-Erfolg über die Schweiz lieferte der Ex-Leverkusener mit zwei Traumtoren und zwei Vorlagen eine absolute Gala-Vorstellung ab. Er selbst bezeichnete diese Partie als sein bisher bestes Spiel für Deutschland, dem er noch nie so sehr seinen Stempel aufdrücken konnte. Pünktlich zur Weltmeisterschaft im Sommer scheint der große Hoffnungsträger seine absolute Topform gefunden zu haben.

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