Der abstiegsbedrohte Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat sich laut übereinstimmenden Medienberichten mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Markus Anfang getrennt. Nach der jüngsten Niederlage im Kellerduell zogen die Rheinländer die Reißleine, um den drohenden Sturz in die Drittklassigkeit abzuwenden. Ein Nachfolger steht offenbar bereits in den Startlöchern.

Nur sechs Siege: Die fatale Bilanz unter Markus Anfang

Wie unter anderem Bild, kicker und die Rheinische Post berichten, muss Markus Anfang seinen Posten nach nur einem halben Jahr räumen. Eine offizielle Bestätigung des Vereins steht noch aus. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war die 1:2-Niederlage am Freitagabend gegen Holstein Kiel. Es war bereits die vierte Pleite in Serie für die Düsseldorfer. Durch den Kieler Sieg rutschte F95 in der Tabelle weiter ab und hat nun lediglich einen mickrigen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Anfang hatte das Traineramt erst im Oktober des Vorjahres von Daniel Thioune übernommen und war mit einem langfristigen Vertrag bis Sommer 2027 ausgestattet worden. Die sportliche Wende blieb unter dem 49-Jährigen jedoch aus: In 21 Zweitligaspielen holte die Mannschaft lediglich sechs Siege und drei Unentschieden bei zwölf Niederlagen.

Vom Aufstiegskandidaten in blanke Abstiegsangst

Die aktuelle sportliche Misere steht im krassen Gegensatz zu den Zielen, die der Traditionsclub im vergangenen Sommer formuliert hatte. Die Fortuna war mit der klaren Ambition in die Spielzeit gestartet, in die Bundesliga aufzusteigen. Doch bereits unter Thioune stockte der Motor der personell stark umgebauten Truppe erheblich.

Die Turbulenzen beschränkten sich nicht nur auf die Trainerbank. Im Dezember trennte sich der Verein im gegenseitigen Einvernehmen von Sportvorstand Klaus Allofs. Sein Nachfolger Sven Mislintat hielt zunächst an Anfang fest, sah sich angesichts der fehlenden spielerischen Entwicklung und der verschenkten Punkte im Klassenerhalt-Kampf nun aber offenbar zum Handeln gezwungen.

Alexander Ende soll die Fortuna retten

Als Top-Favorit auf die Nachfolge gilt Alexander Ende. Der Fußballlehrer stand bis März noch beim Zweitliga-Konkurrenten Preußen Münster an der Seitenlinie, wo er jedoch ebenfalls mitten im Abstiegskampf entlassen wurde. Nun soll er die Düsseldorfer vor dem Gang in die 3. Liga bewahren.

Auf den neuen starken Mann an der Seitenlinie wartet ein knallhartes Restprogramm. In den verbleibenden fünf Saisonspielen trifft die Mannschaft unter anderem auf den 1. FC Magdeburg, Dynamo Dresden und die SpVgg Greuther Fürth – allesamt direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Die kommenden Wochen werden für den Traditionsverein richtungsweisend sein.

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