Frankreichs Nationalmannschaft ist mit einem prestigeträchtigen 2:1-Erfolg gegen Brasilien in das WM-Jahr gestartet. Im Testspiel im US-amerikanischen Foxborough setzte sich die Equipe Tricolore durch, obwohl das Team nach einem Platzverweis gegen Dayot Upamecano lange in Unterzahl agieren musste.

Mbappé und Ekitiké sichern den Sieg

In der Neuauflage des historischen WM-Endspiels von 1998 erwischte der amtierende Vizeweltmeister den besseren Start. Kylian Mbappé brachte seine Farben nach 32 Minuten verdient in Führung. Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Offensive spielfreudig und effektiv: Der ehemalige Bundesliga-Angreifer Hugo Ekitiké erhöhte in der 65. Minute auf 2:0 – und das zu einem Zeitpunkt, als die Franzosen bereits mit einem Mann weniger auf dem Rasen standen.

Rote Karte für Bayern-Star Upamecano

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatte Dayot Upamecano sein Team empfindlich geschwächt. Der Innenverteidiger des FC Bayern München wurde wegen groben Foulspiels mit der Roten Karte vorzeitig in die Kabine geschickt. Sein Münchner Vereinskollege Michael Olise stand ebenfalls in der Startelf der Franzosen, half aber mit, den Ausfall des Abwehrchefs im Kollektiv zu kompensieren. Die brasilianische Auswahl, die in dieser Partie ohne den nicht nominierten Neymar antrat, konnte die 35-minütige Überzahl nur bedingt in Zählbares ummünzen. Mehr als der 1:2-Anschlusstreffer durch Bremer (78.) sprang für die Südamerikaner nicht heraus.

Härtetests für das WM-Turnier im Sommer

Beide Top-Nationen befinden sich derzeit auf einer US-Tour, um sich optimal auf die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vorzubereiten. Die französische Auswahl testet am kommenden Sonntag im marylandischen Landover gegen Kolumbien. Die von dem italienischen Startrainer Carlo Ancelotti betreute Selecao trifft zwei Tage später im sonnigen Orlando auf Kroatien.

Bei der WM-Endrunde warten auf beide Teams lösbare, aber spannende Vorrundenaufgaben: Frankreich bekommt es in seiner Gruppe mit Norwegen, dem Senegal und einem noch ausstehenden Playoff-Teilnehmer zu tun. Rekordweltmeister Brasilien muss sich derweil gegen Haiti, Marokko und Schottland beweisen.

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