Das International Football Association Board (IFAB) hat am Samstag weitreichende Änderungen am Regelwerk beschlossen. Zur neuen Saison treten insgesamt sechs Neuerungen in Kraft, die vor allem das Zeitspiel bekämpfen sollen. Auch beim Video Assistant Referee (VAR) gibt es Anpassungen.

Fußballfans und Profis müssen sich in der kommenden Spielzeit auf veränderte Abläufe einstellen. Die obersten Regelhüter des Weltfußballs kamen am Samstag zusammen, um über die Zukunft der Sportart zu beraten. Das Ergebnis ist ein Maßnahmenpaket, das den Spielfluss erhöhen und Unterbrechungen minimieren soll.

Härteres Vorgehen gegen das Zeitspiel

Im Zentrum der Beschlüsse steht der Kampf gegen das ungeliebte Zeitspiel. Das IFAB reagiert damit auf die zunehmende Kritik an der sinkenden Netto-Spielzeit in den Top-Ligen. Die sechs beschlossenen Regeländerungen zielen darauf ab, Verzögerungstaktiken effektiver zu unterbinden und das Spiel dynamischer zu gestalten. Für Mannschaften, die taktisch auf Zeit spielen, dürfte die kommende Saison somit eine taktische Umstellung bedeuten.

Umstrittene VAR-Neuerungen bestätigt

Neben der Thematik der Spielzeit stand auch der Video Assistant Referee (VAR) erneut auf der Agenda. Trotz anhaltender Diskussionen um die technische Unterstützung entschieden die Verantwortlichen, den Einflussbereich des Video-Assistenten weiter anzupassen. Die im Vorfeld als "umstritten" geltende Neuerung wurde verabschiedet und soll für mehr Gerechtigkeit sorgen, auch wenn Kritiker eine weitere Zerstückelung des Spiels befürchten.

Ausblick auf die neue Saison

Die genauen Formulierungen und die praktische Umsetzung der neuen Statuten werden nun an die nationalen Verbände weitergeleitet. Schiedsrichter und Teams haben in der Sommerpause Zeit, die neuen Vorgaben zu verinnerlichen. Klar ist: Der Weltverband möchte einen flüssigeren Fußball sehen – und greift dafür nun konsequent durch.

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