Leroy Sané stand beim 1:0-Auswärtssieg von Galatasaray Istanbul im prestigeträchtigen Derby gegen Besiktas im Mittelpunkt des Geschehens. Der deutsche Nationalspieler bereitete zunächst den entscheidenden Siegtreffer vor, musste jedoch in der zweiten Halbzeit nach einem Eingriff des Video-Assistenten vorzeitig mit der Roten Karte vom Feld.

Assist für Osimhen und Platzverweis nach VAR-Eingriff

Das Stadtderby in Istanbul bot für Leroy Sané die volle Bandbreite an Emotionen. In der 39. Minute glänzte der 30-Jährige zunächst als Vorbereiter: Mit einer präzisen Flanke bediente er Star-Stürmer Victor Osimhen, der zum spielentscheidenden 1:0 einköpfte. Doch der Jubel des Ex-Münchners währte nicht über die volle Distanz.

In der 62. Minute wendete sich das Blatt für den Offensivakteur. Sané traf seinen Gegenspieler Ridvan Yilmaz im Zweikampf unglücklich, aber deutlich an der Achillessehne. Nach Konsultation des Videobeweises entschied der Schiedsrichter auf Platzverweis. Für Sané ist dies ein Novum auf Vereinsebene: Bisher hatte der Flügelstürmer lediglich im Trikot der deutschen Nationalmannschaft eine Rote Karte gesehen – damals im November 2023 bei der Niederlage gegen Österreich.

Sané reagiert auf Instagram: "Unglückliche Karte"

Trotz des Platzverweises zeigte sich der Routinier erleichtert über den Ausgang des Spiels. "Es war schwer, die letzten 30 Minuten von der Seitenlinie zu verfolgen, aber was für ein Kampf der Jungs", schrieb Sané nach dem Abpfiff auf seinem Instagram-Kanal. Seinen Platzverweis ordnete er dabei als "unglückliche Rote Karte" ein, betonte aber vor allem den "großartigen Derby-Sieg" des Rekordmeisters.

Besiktas hadert mit Schiedsrichterentscheidung

Auf Seiten der Gastgeber sorgte die Leistung des Unparteiischen trotz des späteren Platzverweises für Unmut. Die Verantwortlichen von Besiktas beschwerten sich lautstark darüber, dass die numerische Überlegenheit zu spät hergestellt wurde. Ihrer Ansicht nach hätte der deutsche Legionär bereits in der ersten Spielhälfte aufgrund eines groben Foulspiels des Feldes verwiesen werden müssen. Am Ende reichte es für Galatasaray jedoch, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.

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