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Der Hamburger SV hat auf Funktionärsebene einen prominenten Neuzugang zu verzeichnen. Zum 1. Juli verlässt Kathleen Krüger den deutschen Rekordmeister FC Bayern München und wechselt in die Hansestadt, um dort das Amt der Sportvorständin zu übernehmen. Die 40-Jährige tritt bei den Rothosen die direkte Nachfolge von Stefan Kuntz an, wie der Traditionsclub am Dienstag offiziell bekannt gab.

Von München an die Elbe: Erfahrung auf internationalem Top-Niveau

Für die sportliche Neuausrichtung sichern sich die Norddeutschen eine geballte Ladung Expertise. HSV-Aufsichtsratschef Michael Papenfuß lobte die Neuverpflichtung als profilierte Persönlichkeit, die beim FC Bayern über 17 Jahre hinweg auf höchstem internationalen Niveau gearbeitet habe. In einem oft emotionalen Umfeld eines Spitzenclubs habe sie außergewöhnliche Organisations- und Führungsfähigkeiten bewiesen.

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Krüger, die in München lange Jahre als Teammanagerin und zuletzt als Senior Leading Expert Sport Strategy & Development agierte, wird künftig die Gesamtverantwortung für den sportlichen Bereich des HSV tragen. Gemeinsam mit Vorstand Eric Huwer soll sie die strategische Weiterentwicklung des Zweitligisten entscheidend vorantreiben. Dem Vernehmen nach wird für den Wechsel keine Ablösesumme an die Münchner fällig.

Klares Konzept und spürbare Vorfreude auf Hamburg

Die Entscheidung für Krüger fiel laut HSV-Aufsichtsratsmitglied Henrik Köncke nach einem sorgfältigen Auswahlprozess. Nach der Trennung von Stefan Kuntz habe man sich bewusst Zeit gelassen, zahlreiche Profile intensiv geprüft und viele Gespräche geführt. Dabei habe Krüger sowohl menschlich als auch fachlich mit einem klaren Konzept restlos überzeugt.

Die Vorfreude auf die neue Herausforderung ist bei der künftigen Sportchefin bereits spürbar. Es ist ein echtes Privileg, den Hamburger SV, einen der ganz großen Namen im deutschen Fußball, künftig auf sportlicher Ebene entscheidend mitprägen zu dürfen, erklärte Krüger nach ihrer Verpflichtung. Sie habe die Entwicklung des Clubs in den vergangenen Jahren mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und brenne nun darauf, die Zukunft des Vereins im Männer- und Frauenfußball sowie in der Nachwuchsentwicklung aktiv mitzugestalten.

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