Europa League: SC Freiburg stürmt ins Viertelfinale – Grifo bricht Rekord
Der SC Freiburg deklassiert den KRC Genk mit 5:1 und zieht erstmals ins Europa-League-Viertelfinale ein. Vincenzo Grifo krönt den Abend...
Hannover 96 hat das prestigeträchtige 184. Niedersachsenderby für sich entschieden. Am Freitagabend besiegten die Hausherren Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga mit 1:0 und kletterten durch diesen Arbeitssieg vorübergehend auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Den entscheidenden Treffer des Abends erzielte Abwehrspieler Maik Nawrocki in der 30. Minute.
Obwohl die Gastgeber die wichtigen drei Punkte am Maschsee behielten, spiegelte das Ergebnis den Spielverlauf nur bedingt wider. Die Gäste aus Braunschweig diktierten über weite Strecken das Geschehen und erspielten sich ein deutliches Chancenplus. Hannovers Trainer Christian Titz, der eigentlich für ein bedingungsloses Offensivspektakel bekannt ist, wählte diesmal einen pragmatischen Ansatz und ordnete dem defensiven Erfolg alles unter. Diese Taktik ging auf: Für den neuen BTSV-Chefcoach Lars Kornetka bedeutete das Ergebnis im zweiten Spiel an der Seitenlinie die erste Niederlage.
Während Nawrocki seinen entscheidenden Treffer und die weiße Weste der Abwehr nach dem Abpfiff als wunderschön betitelte, herrschte bei den Gästen Frust. Torhüter Ron-Thorben Hoffmann trauerte den vergebenen Möglichkeiten hinterher und betonte, dass seine Mannschaft für eine starke Leistung nicht belohnt wurde. Ein einziger defensiver Aussetzer habe das Spiel entschieden. Der sportliche Fluch der Löwen in der Landeshauptstadt hält damit an: Der letzte Auswärtssieg der Eintracht in Hannover datiert weiterhin aus dem Februar 1993, zudem baute 96 seine Ungeschlagen-Serie gegen den Erzrivalen auf neun Partien aus.
Abseits des Rasens wurde die Begegnung ihrem Ruf als Hochrisikospiel gerecht. Bereits im Vorfeld hatte die Polizei strenge Maßnahmen ergriffen: Es wurde nur alkoholreduziertes Bier ausgeschenkt, die Fanlager blieben strikt getrennt und 7.000 Plätze mussten aus Sicherheitsgründen leer bleiben. Während es vor den Stadiontoren friedlich blieb, sorgten die Anhänger beider Lager zu Beginn der zweiten Halbzeit für einen Eklat.
Ein massiver Einsatz von Pyrotechnik verwandelte die Arena in ein Lichtermeer. Während im Gästeblock zahlreiche bengalische Feuer brannten, schossen aus der Hannover-Kurve etliche Raketen in den Nachthimmel. Wegen der enormen Rauchentwicklung und der schlechten Sicht sah sich der Schiedsrichter gezwungen, die Partie für rund zehn Minuten zu unterbrechen. Diese Zwangspause wird für beide Vereine ein teures Nachspiel haben, da der DFB-Strafenkatalog bei Spielunterbrechungen drastische finanzielle Sanktionen vorsieht.
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