Ghana trennt sich von Nationaltrainer Otto Addo nach Pleitenserie
Ghana zieht Konsequenzen aus einer anhaltenden sportlichen Talfahrt und stellt Nationaltrainer Otto Addo sofort frei.
Paukenschlag in der iranischen Nationalmannschaft: Sardar Azmoun wurde offenbar mit sofortiger Wirkung aus der Auswahl des Landes ausgeschlossen. Einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge wird dem Stürmerstar ein „Akt der Illoyalität gegenüber der Regierung“ vorgeworfen. Damit steht auch eine Teilnahme des Offensivspielers an der Weltmeisterschaft 2026 auf dem Spiel.
Der Auslöser für den drastischen Schritt des iranischen Verbandes ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Social-Media-Beitrag. Der Angreifer, der aktuell in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei Al-Ahli Dubai unter Vertrag steht, postete auf Instagram ein Foto, das ihn gemeinsam mit Scheich Mohammed bin Rashid zeigt. Dieser ist der Herrscher von Dubai. Vor dem Hintergrund der schweren militärischen und politischen Spannungen zwischen dem Iran und den Emiraten wurde dieses Bild von staatlicher Seite offenbar als Affront gewertet. Obwohl der pfeilschnelle Stürmer den Beitrag später wieder löschte, scheinen die Konsequenzen nun unumkehrbar, auch wenn eine offizielle Bestätigung des Verbandes noch aussteht.
Sportlich ist der Rauswurf ein massiver Schlag für das asiatische Team. Seit seinem Debüt im Jahr 2014 absolvierte der torgefährliche Routinier 91 Länderspiele und erzielte dabei beeindruckende 57 Tore. Auch dem deutschen Publikum ist der Offensivmann bestens bekannt: Von 2022 bis 2024 schnürte er die Schuhe für den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, für den er in 32 Partien fünfmal traf. Zudem sammelte der 91-fache Nationalspieler wertvolle internationale Erfahrung bei Zenit Sankt Petersburg und der AS Rom. Bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 war er noch eine der zentralen Säulen seiner Mannschaft.
Ob die iranische Auswahl überhaupt bei der WM 2026 auflaufen wird, ist derzeit Gegenstand hitziger Debatten. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten werfen einen langen Schatten auf den Sport. Während es zunächst Gerüchte über einen Boykott des Irans gab und US-Präsident Donald Trump Sicherheitsbedenken äußerte, betonte der iranische Verband zuletzt, sich nicht ausschließen zu lassen. FIFA-Präsident Gianni Infantino stellte unmissverständlich klar, dass man mit dem Iran plane und die angesetzten Gruppenspiele gegen Ägypten, Neuseeland und Belgien wie vorgesehen in den US-Metropolen Los Angeles und Seattle stattfinden sollen.
Während die Tür für Azmoun offenbar geschlossen ist, öffnet sie sich für ein in Deutschland bekanntes Gesicht: Dennis Eckert Ayensa. Der in Bonn geborene Deutsch-Iraner wurde überraschend in das Trainingslager der Nationalmannschaft berufen. Der Stürmer, der in der Jugend unter anderem für den 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach spielte und aktuell bei Standard Lüttich unter Vertrag steht, wartet nun auf die finale FIFA-Genehmigung, um künftig im Nationaltrikot auflaufen zu dürfen.
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