DFB-Kapitän Joshua Kimmich hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor den anstehenden Länderspielen gegen die Schweiz und Ghana auf die kommende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada eingeschworen. Der Bayern-Profi fordert von seinen Mitspielern eine bedingungslose Unterordnung unter den Teamerfolg und warnt eindringlich davor, sich allein auf die fußballerische Klasse zu verlassen.

Das Trauma von 2018 als mahnendes Beispiel

Für den 106-fachen Nationalspieler sind die enttäuschenden Turniere der jüngeren Vergangenheit ein klarer Arbeitsauftrag. Besonders die Endrunde 2018 in Russland, bei der die deutsche Auswahl als Titelverteidiger bereits in der Gruppenphase scheiterte, dient ihm als Warnung. Damals habe man laut Kimmich vielleicht den besten Kader der Welt besessen, jedoch nicht das beste Team auf den Platz gebracht. Der Spielführer betonte deutlich, dass am Ende ausschließlich die Leistung zähle und auch die höchste individuelle Qualität keine Titel garantiere.

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Wichtige Tests gegen die Schweiz und Ghana

Um rechtzeitig eine verschworene Einheit zu formen, sieht der Routinier die anstehenden Partien am Freitag in der Schweiz und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana als elementar an. Es gehe nun darum, Automatismen zu verinnerlichen, eine stabile Achse aufzubauen und ein erstes Turnier-Gefühl zu entwickeln. Neben zwei positiven Ergebnissen fordert Kimmich vor allem eine konstant gute Herangehensweise, ähnlich wie beim jüngsten 6:0-Erfolg gegen die Slowakei zum Abschluss der WM-Qualifikation.

DFB-Auswahl aktuell nicht unter den Top-Favoriten

Mit Blick auf das anstehende Großturnier in Nordamerika schätzt der erfahrene Mittelfeldspieler die sportliche Ausgangslage realistisch ein. Aufgrund der Rückschläge bei den Endrunden 2018 und 2022 sieht er andere Nationen in der Favoritenrolle. Die nackten Zahlen belegen diese Einschätzung: Zwar verfügt die DFB-Elf mit einem Gesamtwert von rund 776,5 Millionen Euro über die siebtwertvollste Mannschaft der Welt, in der aktuellen FIFA-Weltrangliste rangiert das Team jedoch nur auf dem zehnten Platz. Umso mehr erwartet der Kapitän, dass sich ab sofort jeder Akteur dem großen Ganzen mit vollem Einsatz hingibt.

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