Bundestrainer Julian Nagelsmann lässt im Hinblick auf die anstehende Weltmeisterschaft die Tür für Leroy Sané weiter offen. Auf der DFB-Pressekonferenz vor dem Testspiel gegen Ghana betonte der Coach jedoch, dass im Kampf um die finalen Kaderplätze vor allem das richtige Momentum entscheidend sei.

Nagelsmann sucht konstante Leistung in der Offensive

Im jüngsten Länderspiel am Freitagabend, einem spektakulären 4:3-Erfolg gegen die Schweiz, stand der Offensivakteur in der Startelf. Die Leistung bewertete der Bundestrainer pragmatisch als grundsolide, ohne nennenswerte Ausreißer nach oben oder unten. Dennoch machte Nagelsmann deutlich, dass die Tür zum Nationalteam für keinen Spieler dauerhaft offen stehe. Gerade im Angriff benötige die Mannschaft Akteure, die auf einer Welle des Erfolgs reiten.

Gleichzeitig stellte sich der 36-Jährige schützend vor seinen Schützling und lobte dessen spezielle Fähigkeiten. Dribbelstarke Spieler, die konsequent in das Eins-gegen-eins gehen, seien im deutschen Kader rar gesät. Daher werde man dem Flügelstürmer die nötige Rückendeckung geben, bis Mitte Mai die finalen Personalentscheidungen für das WM-Turnier getroffen werden.

Neue Bewährungsprobe gegen Ghana und Vereins-Alltag

Die nächste Gelegenheit, sein Können aufblitzen zu lassen, erhält der 30-Jährige bereits am Montagabend im finalen Härtetest gegen Ghana. Nagelsmann unterstrich dabei, dass er keine Wunderdinge wie zahlreiche Tore oder Vorlagen erwarte. Vielmehr müsse das Gesamtbild im taktischen Gefüge der Mannschaft stimmen.

Auch auf Vereinsebene ist der Ex-Münchner weiterhin stark gefordert, um sich für das DFB-Team zu empfehlen. Nach seinem ablösefreien Wechsel zum türkischen Spitzenklub Galatasaray im vergangenen Sommer hat sich der pfeilschnelle Stürmer in der SüperLig als Stammkraft etabliert. In bislang 35 Pflichtspielen steuerte er sechs Treffer bei. Auf der ganz großen europäischen Bühne, wie beim jüngsten Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Liverpool, reichte es für den Ex-Schalker in Summe allerdings nur zu einem Kurzeinsatz von 45 Minuten. Bis zur endgültigen Nominierung bleibt ihm nun die Zeit, das vom Bundestrainer geforderte sportliche Momentum aufzubauen.

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