Bundestrainer Julian Nagelsmann plant für die kommende Weltmeisterschaft fest mit Leroy Sané. Der Profi von Galatasaray Istanbul wird trotz seines viel diskutierten Wechsels in die Türkei für die anstehenden Länderspiele im März nominiert. Nagelsmann lobte die jüngste Entwicklung des Flügelspielers, wies aber auch auf dessen fehlende Konstanz hin.

Einzigartiges Profil: Warum der Bundestrainer auf den Ex-Münchner setzt

Das Verhältnis zwischen Julian Nagelsmann und Leroy Sané galt in der Vergangenheit nicht immer als reibungslos. Sowohl beim FC Bayern München als auch in der deutschen Nationalmannschaft prallten die Vorstellungen gelegentlich aufeinander. Diese Zeiten scheinen jedoch endgültig vorbei zu sein. In einem aktuellen Interview betonte der DFB-Chefcoach, dass der 30-Jährige in seinen Planungen für die Endrunde in Nordamerika eine gewichtige Rolle spielt.

Besonders die taktische Flexibilität des Angreifers macht ihn für das DFB-Team unverzichtbar. Laut Nagelsmann verfügt der Verband über nicht viele Akteure, die vom rechten Flügel mit so viel Zug in das Zentrum ziehen. Bleibt der Tempodribbler verletzungsfrei, kann er ein entscheidender Faktor für die Mannschaft werden.

Überraschender Türkei-Wechsel und starke DFB-Rückkehr

Der Transfer des Offensivmanns zu Galatasaray Istanbul sorgte im Vorfeld für hochgezogene Augenbrauen und kritische Stimmen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten am Bosporus hat der Routinier nun jedoch zu seiner Form gefunden. Der Bundestrainer verfolgt die Leistungen in der Süper Lig genau und bescheinigt dem Angreifer eine sehr gute Entwicklung in seinem neuen Klubumfeld.

Dass der Galatasaray-Profi dem Druck auf internationaler Bühne standhalten kann, bewies er bereits im vergangenen November. Nachdem Nagelsmann öffentlich ein Ultimatum gestellt und Bewährungschancen limitiert hatte, lieferte der pfeilschnelle Stürmer ab. Beim fulminanten 6:0-Erfolg im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen die Slowakei glänzte er mit zwei eigenen Treffern und zwei Vorlagen.

Die Wundertüte auf dem Weg zur Weltmeisterschaft

Trotz der Vorschusslorbeeren bleibt eine gewisse Vorsicht beim Trainerteam bestehen. Nagelsmann bewertet den Rechtsaußen ehrlicherweise als Wundertüte, bei der man im Vorfeld nie zu einhundert Prozent wisse, was letztendlich auf dem Rasen passiert. Dennoch ist das Vertrauensverhältnis intakt und stark genug für die kommenden Aufgaben.

Für die anstehenden Härtetests der Nationalmannschaft hat der 72-malige Nationalspieler sein Ticket bereits sicher. Nagelsmann bestätigte die Nominierung für die Duelle gegen die Schweiz in Basel am 27. März sowie gegen Ghana in Stuttgart am 31. März. Betreibt der Ex-Münchner weiterhin fleißig Eigenwerbung in der Türkei, steht einer Teilnahme am XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer nichts mehr im Weg.

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