Ein historisches Comeback blieb unbelohnt: Juventus Turin ist in den Playoffs zur Champions League an Galatasaray gescheitert. Der italienische Rekordmeister kämpfte sich im Rückspiel trotz zeitweiser Unterzahl nach einem 2:5-Rückstand aus dem Hinspiel zurück, musste sich aber in der Verlängerung geschlagen geben.

3:0 trotz Unterzahl: Turins Kampfgeist bleibt unbelohnt

Die Ausgangslage für die „Alte Dame“ hätte kaum schwieriger sein können. Nach der deftigen 2:5-Niederlage im Hinspiel vor einer Woche steckten die Italiener, die sich bereits seit Wochen in einer sportlichen Krise befinden, mit dem Rücken zur Wand. Doch im Rückspiel zeigte Juventus zunächst ein völlig anderes Gesicht. Mit enormer Moral egalisierten die Turiner den Rückstand und erzielten in der regulären Spielzeit ein beachtliches 3:0.

Besonders dramatisch gestaltete sich die Partie durch einen erneuten Platzverweis. Wie schon im Hinspiel musste der Serie-A-Klub über weite Strecken mit einem Mann weniger auskommen. Dennoch gelang es der Mannschaft, Galatasaray massiv unter Druck zu setzen und die Türken in die Verlängerung zu zwingen – ein Szenario, das nach der Hinspiel-Pleite kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Entscheidung in der Verlängerung: Galatasaray nutzt die Müdigkeit

In der entscheidenden Extrazeit forderte der enorme Kraftaufwand in Unterzahl jedoch seinen Tribut. Den Turinern schwanden zusehends die Kräfte, während die Gäste aus Istanbul ihre numerische Überlegenheit und die frischeren Beine nun konsequent ausspielten. Die „Alte Dame“ konnte dem Druck nicht mehr standhalten, und Galatasaray erzielte die entscheidenden Treffer zum Weiterkommen.

Für Juventus Turin bedeutet das Ausscheiden in den Champions-League-Play-offs einen weiteren Tiefschlag in einer ohnehin schwierigen Saisonphase. Trotz der gezeigten Moral und des spektakulären Comebacks steht am Ende das bittere Aus auf internationaler Bühne.

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