Die Verletzungssorgen bei Real Madrid erreichen eine neue Dimension. Kylian Mbappé ist offenbar deutlich schwerer am Knie verletzt als bisher von Vereinsseite kommuniziert. Berichten aus Spanien zufolge ist das hintere Kreuzband des 27-jährigen Franzosen betroffen, was nicht nur für den Verein, sondern auch für die Nationalmannschaft gravierende Folgen haben könnte.

Insider enthüllt: Kreuzband ist "am Limit"

Wie der spanische Journalist Antón Meana in der Sendung "El Larguero" beim Radiosender "Cadena SER" enthüllte, ist die Diagnose beim pfeilschnellen Stürmer alarmierend. Unter Berufung auf das direkte Umfeld von Kylian Mbappé erklärte Meana: "Das linke hintere Kreuzband des Spielers ist am Limit."

Diese Einschätzung steht im Kontrast zur bisherigen Kommunikation der Königlichen. Real Madrid hatte die Blessur offiziell als "Knieverstauchung" bezeichnet. Der französische Weltmeister von 2018 reiste am Montag für weitere Untersuchungen in seine Heimat, begleitet von medizinischem Personal aus Madrid. Eine Operation ist derzeit zwar nicht geplant – die Behandlung soll konservativ erfolgen – doch die Schwere der Verletzung wirft Fragen auf.

Wettlauf gegen die Zeit: WM-Teilnahme in Gefahr

Die Nachricht trifft den Superstar zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Laut Meana sei die Verletzung "wirklich schwerwiegend". Der Zeitplan für eine vollständige Genesung ist eng gestrickt. "Bis zur Weltmeisterschaft sind es noch 100 Tage, und Mbappé kann es sich nicht leisten, auch nur einen davon zu verschwenden", so der Experte. Diese kommenden drei Monate seien entscheidend, um überhaupt eine Chance auf das Turnier mit der französischen Nationalmannschaft zu haben.

Drohender Konflikt vor Champions-League-Hit

Brisanz erhält die Personalie durch die anstehenden Aufgaben auf Vereinsebene. Im März stehen für Real Madrid die entscheidenden Achtelfinal-Duelle in der Champions League gegen Manchester City (11. und 17. März) auf dem Programm. Hier deutet sich ein Konflikt zwischen Spielerseite und Klub an.

Während der Verein naturgemäß auf ein schnelles Comeback seines Top-Torjägers hoffen dürfte, will Mbappé laut Insider-Informationen kein Risiko eingehen. "Sein Umfeld sagt, er müsse sich erst einmal richtig erholen", betonte Meana. Der Spieler zweifelt offenbar an der offiziellen Diagnose des Vereins.

Real-Trainer Álvaro Arbeloa hatte sich zuletzt bei "Movistar" noch diplomatisch gezeigt: "Es herrschte weitgehend Einigkeit zwischen allen Beteiligten, und wir denken, das Beste ist, wenn er pausiert, sich erholt und mit 100 Prozent zurückkehrt." Arbeloa gab jedoch zu, dass es "etwas länger dauern" werde. Wie lange genau, bleibt angesichts der neuen Enthüllungen über das Kreuzband das große Rätsel in Madrid.

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