FCB bis zum Halbfinale mit Rückspiel-Heimrecht

Der FC Bayern München hat seine Hausaufgaben erledigt. Mit dem 2:1-Auswärtssieg bei der PSV Eindhoven schlossen die bereits vor dem letzten Spieltag für das Achtelfinale qualifizierten Münchner die Ligaphase als Tabellenzweiter ab. Der Rekordmeister genießt damit bis zu einem möglichen Halbfinale das Rückspiel-Heimrecht.

Klar ist bereits: Im Achtelfinale könnte es für den Rekordmeister früh zu einem deutschen Duell kommen. Sowohl Bayer Leverkusen als auch Borussia Dortmund befinden sich im Playoff-Pool und könnten nach erfolgreicher Qualifikation auf den FCB treffen.

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BVB nach Inter-Pleite ungesetzt in die Playoffs

Für Borussia Dortmund endete die Ligaphase mit einem Dämpfer. Das 0:2 gegen Inter Mailand bedeutete Rang 17, und damit den Gang in die Playoffs ohne Setzstatus. Entsprechend kritisch fiel die Analyse aus. BVB-Trainer Niko Kovač monierte, man habe „gewisse Situationen nicht zu Ende gespielt“ und insgesamt „zu viel Respekt“ gezeigt.

In den Playoffs drohen nun anspruchsvolle Aufgaben. Mögliche Gegner sind der deutsche Doublesieger von 2024, Bayer Leverkusen, und Atalanta Bergamo.

Leverkusen setzt Ausrufezeichen

Ganz anders die Stimmung bei Bayer Leverkusen. Die Werkself überzeugte beim 3:0 gegen den FC Villarreal auf ganzer Linie und schloss die Ligaphase als 16. ab, inklusive Heimrecht im Playoff-Rückspiel. Trainer Kasper Hjulmand zeigte sich entsprechend zufrieden: „Wir waren sehr fokussiert und hatten die ganze Zeit über große Kontrolle, aber auch Intensität nach vorne. Das ist unsere Art und Weise, Fußball zu spielen.“ Mit der Playoff-Phase habe man ein wichtiges Zwischenziel erreicht.

Für Leverkusen kommen in der Playoff-Runde Borussia Dortmund oder Olympiakos Piräus infrage. Gegen die Griechen haben die Rheinländer nach der 0:2-Auswärtsniederlage am vorletzten Spieltag noch eine Rechnung offen.

Für die vierte deutsche Mannschaft im Bunde, Eintracht Frankfurt, war das Kapitel Champions League bereits vor dem letzten Spieltag beendet. Die Hessen schließen die Ligaphase auf Rang 33 ab – eine herbe Enttäuschung für ein Team, das mit großen Ambitionen in die Saison gestartet war. Nach der Entlassung von Trainer Dino Topmöller und der jüngsten Heimniederlage gegen Hoffenheim reihte sich das frühe Europapokal-Aus in eine Serie sportlicher Rückschläge ein.

Wahnsinn in Lissabon: Torwart köpft Benfica weiter

Die spektakulärste Geschichte des Abends schrieb Benfica Lissabon. Beim 4:2 gegen Real Madrid köpfte Torhüter Anatoliy Trubin in der 98. Minute das entscheidende Tor und schoss Benfica damit in buchstäblich letzter Minute noch in die Playoffs. Kurz zuvor hatte Lokalrivale Sporting in Bilbao zum 3:2 getroffen, zog damit an Real vorbei und drängte die Königlichen aus den Top 8. Benfica selbst lag nur noch auf Rang 25 und wäre ausgeschieden gewesen.

Auf dem Platz war diese Konstellation zunächst niemandem bewusst. Benfica agierte in der Nachspielzeit phasenweise überraschend kontrolliert, fast verwaltend. Erst als sich die Ereignisse auf den anderen Plätzen herumsprachen und Real Madrid nach den späten Platzverweisen gegen Asencio und Rodrygo in Unterzahl geriet, warf Benfica alles nach vorn.

Benfica-Coach José Mourinho jubelte nach dem Sieg Arm in Arm mit einem Balljungen. „Wir sind eigentlich keine starke Kopfballmannschaft, aber der Große ist nach vorne gegangen und hat ein spektakuläres Tor erzielt“, beschrieb die Trainerlegende die entscheidende Szene um Torhüter Anatoliy Trubin. Der Portugiese räumte ein, dass lange unklar gewesen sei, ob das Ergebnis reichen würde. „Ich habe zwei Verteidiger eingewechselt, um das Ergebnis zu halten. Als wir gemerkt haben, dass es nicht reicht, habe ich Trubin nach vorne geschickt. Es war eine historische Nacht.“

Englische Teams dominieren das Feld

Ein Blick auf die Abschlusstabelle unterstreicht vor allem eines: die Dominanz der Premier League. Während europäische Schwergewichte wie Real Madrid, Inter Mailand und Paris Saint-Germain den Umweg über die Playoffs gehen müssen, schafften gleich fünf englische Klubs – Arsenal, Liverpool, Tottenham Hotspur, Chelsea und Manchester City – den direkten Sprung in die Top 8.

Newcastle United um den deutschen Nationalstürmer Nick Woltemade ist zusätzlich in den Playoffs vertreten. Damit stellt England sechs der 24 verbliebenen Teams.

Wie es weitergeht

Ob es bereits in den Playoffs zu einem rein deutschen Duell kommt, klärt sich am Freitagmittag gegen 12 Uhr bei der Auslosung in Nyon. Dann zieht die UEFA die Paarungen der K.-o.-Runden-Play-offs.

Das Achtelfinale selbst wird erst nach Abschluss der Playoffs ausgelost. Diese Ziehung findet am 27. Februar statt und legt zugleich den weiteren Turnierbaum fest, also auch die Viertel- und Halbfinalpaarungen.

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