Das Rätselraten um die Form des Meisters hat neue Nahrung erhalten: Es ist der FC Stade Rennes, der für die große Überraschung gesorgt und Paris Saint-Germain eine empfindliche Niederlage zugefügt hat. Der Tabellenführer der Ligue 1 stolperte am Freitagabend gewaltig und kassierte beim krisengeschüttelten Gastgeber eine verdiente 1:3-Pleite.

Eiskalte Dusche für das Starensemble

Die Vorzeichen hätten für die Hausherren kaum schlechter stehen können. Erst am Montag hatte sich die Vereinsführung von Trainer Habib Beye getrennt, nachdem das Team zuvor fünf Spiele in Serie nicht gewinnen konnte. Doch statt Verunsicherung zeigte Rennes eine beeindruckende Trotzreaktion. Mousa Tamari brachte den Außenseiter aus der Bretagne in der 33. Minute in Führung und schockte damit die Elf von Luis Enrique. Wer auf ein Aufbäumen der Pariser nach der Pause hoffte, wurde zunächst enttäuscht: Estéban Lepaul erhöhte in der 69. Minute eiskalt auf 2:0.

Dembélé-Tor reicht nicht – Embolo macht den Deckel drauf

Für einen kurzen Moment keimte Hoffnung bei den Gästen auf. Ausgerechnet Ousmane Dembélé, der einst in Rennes seine Weltkarriere startete, erzielte nur zwei Minuten nach dem zweiten Gegentreffer den Anschluss (71.). Doch die Aufholjagd wurde jäh gestoppt. Der ehemalige Bundesliga-Profi Breel Embolo (einst Schalke und Gladbach) nutzte die Räume in der Pariser Hintermannschaft und sorgte in der 81. Minute für die Entscheidung. Sein Treffer zum 3:1 besiegelte den Coup für die Bretonen endgültig.

Machtwechsel an der Spitze droht

Trotz der Blamage bleibt PSG vorerst auf dem ersten Tabellenplatz, doch die Luft wird dünn. Der Verfolger RC Lens hat nun die große Chance, am Samstagabend (21:05 Uhr) mit einem Sieg im Derby gegen Paris FC die Tabellenführung zu übernehmen. Rennes hingegen belohnte sich für den mutigen Auftritt und klettert vorläufig auf den fünften Rang.

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