Der 1. FSV Mainz 05 hat im Hinspiel des Conference-League-Viertelfinales ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Vor 32.000 Zuschauern in der restlos ausverkauften heimischen Arena bezwang der Bundesligist den französischen Vertreter Racing Straßburg hochverdient mit 2:0. Ein überragender Kaishu Sano und Abwehrspieler Stefan Posch sorgten für die entscheidenden Treffer im ersten Durchgang und stießen die Tür zum Halbfinale für die Rheinhessen weit auf.

Traumtor von Sano belohnt furiose Anfangsphase

Die Gastgeber, die mit dem enormen Selbstvertrauen aus nur einer Niederlage in den letzten zehn Pflichtspielen antraten, überrannten die favorisierten Gäste aus dem Elsass förmlich. Nach einem frühen Warnschuss von Nelson Weiper belohnte Kaishu Sano den bedingungslosen Offensivdrang in der elften Minute. Nach einem energischen Ballgewinn und einem sehenswerten Doppelpass mit Sota Kawasaki hämmerte der Japaner die Kugel aus rund 20 Metern in den Winkel. Ein fulminanter Treffer, der die absolute Dominanz der Heimmannschaft auf dem Platz widerspiegelte.

Posch legt nach – Defensive steht massiv

Auch nach der verdienten Führung hielt die Mannschaft das Tempo enorm hoch und präsentierte sich extrem giftig in den Zweikämpfen. Nur wenig später war es Stefan Posch, der nach einer Ecke am langen Pfosten völlig freistand und den Ball kompromisslos per Volley in die Maschen drosch (19.). Straßburg, das die Liga-Phase noch als ungeschlagener Sieger dominiert hatte, fand gegen die kompakte und hoch aggressive Spielweise der Mainzer in dieser Phase überhaupt kein Mittel. Wenn die Franzosen vereinzelt nach Standards gefährlich wurden, stand der Defensivverbund sicher und ließ nichts anbrennen.

Warnung vor dem Rückspiel trotz bester Ausgangslage

Trotz der komfortablen Pausenführung und weiterer ungenutzter Großchancen – unter anderem verpasste Kawasaki eine scharfe Hereingabe nur knapp – warnten die Akteure vor verfrühtem Jubel. Offensivmann Paul Nebel lobte die defensive Stabilität, trauerte jedoch den verpassten Gelegenheiten auf eine vorzeitige Entscheidung nach. Auch Danny da Costa mahnte zur Vorsicht und betonte, dass ein 2:0 im Europapokal ein trügerisches Resultat sei. Volle Konzentration ist also gefragt, wenn die formstarken Rheinhessen in der kommenden Woche zum Rückspiel nach Frankreich reisen, um den Einzug in die nächste Runde endgültig perfekt zu machen.

Verwandte Beiträge