Manuel Neuer hat die Vertragsgespräche mit dem FC Bayern München vorerst auf Eis gelegt. Der langjährige Kapitän des deutschen Rekordmeisters bat die Vereinsführung darum, die eigentlich für die Länderspielpause angesetzten Verhandlungen zu verschieben. Erst ab Mitte April möchte der Weltmeister von 2014 eine Entscheidung über seine sportliche Zukunft fällen.

Comeback und Königsklasse im Fokus

Die Klub-Bosse um Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl haben dem Wunsch des Schlussmanns bereits zugestimmt. Im Zentrum steht für den Routinier aktuell die vollständige körperliche Genesung. Nach einem Mitte März erlittenen Muskelfaserriss arbeitet der Torhüter hart an seiner Rückkehr auf den Rasen. Der Fahrplan für die kommenden Wochen ist klar definiert: Am 4. April im Auswärtsspiel beim SC Freiburg will der Rückhalt wieder zwischen den Pfosten stehen. Direkt danach folgen die richtungsweisenden Viertelfinal-Duelle in der Champions League gegen Real Madrid.

Diese hochkarätigen Begegnungen auf europäischem Top-Niveau sollen als echter Härtetest für Körper und Geist dienen. Erst wenn der Ex-Schalker auf dem Platz in sich hineingehört hat, wird eine Zukunftsentscheidung getroffen. Gesundheit, Fitness und Motivation sind dabei die entscheidenden Faktoren. Zudem möchte er abwarten, wie sich das sportliche Gesamtbild des Vereins unter Trainer Vincent Kompany für die kommende Spielzeit entwickelt.

Karriereende in München ist beschlossene Sache

Für den gebürtigen Gelsenkirchener, der in der laufenden Saison in der ewigen Einsatzliste der Münchner bereits Klublegende Franz Beckenbauer hinter sich gelassen hat, zählen nur höchste Standards. Er will seine ruhmreiche Laufbahn nur dann fortsetzen, wenn er sein gewohntes Weltklasse-Niveau dauerhaft abrufen kann. Ungeachtet der noch ausstehenden Unterschrift steht eines laut übereinstimmenden Medienberichten jedoch felsenfest: Ein Wechsel zu einem anderen Verein ist kategorisch ausgeschlossen.

Der 590-malige Bayern-Spieler wird seine Karriere definitiv an der Säbener Straße beenden. Sollte er seinen Kontrakt erfüllen oder um eine weitere Saison ausweiten, winkt ihm in der vereinsinternen Rangliste noch der Sprung an Torwart-Ikone Oliver Kahn und Torjäger Gerd Müller vorbei auf den dritten Platz. Auf den Führenden Thomas Müller fehlen ihm jedoch über 160 Einsätze, was ein Einholen mathematisch beinahe unmöglich macht.

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