Max Verstappen kämpft beim Großen Preis von China in Shanghai weiterhin mit massiven Problemen an seinem neuen Red Bull. Der Ex-Weltmeister kam im Sprint-Qualifying nicht über den achten Platz hinaus und reagierte im Anschluss mit deutlichem Frust auf den enormen Rückstand zur Spitze.

Fehlender Grip und große Ratlosigkeit

Der Start in das Rennwochenende verlief für den Niederländer alles andere als nach Plan. Nach einem ernüchternden achten Platz im einzigen Training reichte es auch im anschließenden Qualifying für den Sprint nur für denselben Rang. Besonders bitter: Auf die Bestzeit fehlten ihm rund 1,8 Sekunden. Die dominierende Kraft bleibt vorerst George Russell, der dem neuen Reglement im Mercedes eindrucksvoll seinen Stempel aufdrückt.

Im Interview bei Sky ließ der Red-Bull-Pilot seinem Ärger freien Lauf und bezeichnete die Pace des gesamten Tages als Desaster. Hauptgrund für die schwache Vorstellung sei der eklatante Mangel an Grip. Das Auto habe über keinerlei Balance verfügt, was auf der Strecke extrem viel Zeit gekostet habe. Wenn das Kurvenverhalten komplett daneben sei, löse das unweigerlich eine Kettenreaktion an weiteren kleinen Problemen aus, analysierte der sichtlich bediente Fahrer. Eine schnelle Lösung hat er aktuell nicht parat und gab offen zu, im Moment nicht zu wissen, wie man gegensteuern könne.

Schumacher sieht personellen Aderlass als Ursache

Dass die schwachen Leistungen kein reines Fahrerproblem sind, zeigt ein Blick auf die andere Garagenseite. Teamkollege Isack Hadjar landete in der Qualifikation gar nur auf dem zehnten Rang und kassierte einen deutlichen Rückstand von über 2,2 Sekunden. Die Probleme des österreichischen Rennstalls scheinen tiefgreifender zu sein, als es zunächst den Anschein machte.

TV-Experte Ralf Schumacher ordnet die aktuelle Schwächephase in einen größeren Kontext ein. Ihm zufolge machen sich nun die personellen Abgänge der jüngeren Vergangenheit bemerkbar. Der Konkurrenz sei es schlichtweg besser gelungen, die neuen Regularien umzusetzen. Der Experte fällt ein hartes Urteil über das aktuelle Arbeitsgerät der Bullen: Das Auto sei zu schwer und schlichtweg nicht gut genug – ein Umstand, den selbst ein Ausnahmekönner im Cockpit momentan nicht kompensieren könne.

Die aktuellen Schwierigkeiten reihen sich nahtlos in den Saisonstart ein. Bereits beim Auftakt in Melbourne musste sich der prominente Kritiker der neuen Formel-1-Regeln mit dem sechsten Platz begnügen, während auch dort der Mercedes-Pilot als strahlender Sieger hervorging.

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