Galatasaray verliert Osimhen mit Armbruch und Lang nach Werbebanden-Unfall
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Das Kapitel Horst Steffen beim SV Werder Bremen ist nach nur sieben Monaten beendet. Auch der wuchtige Ausgleich von Joker Keke Topp in der Nachspielzeit gegen Borussia Mönchengladbach konnte den Schritt nicht mehr verhindern. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz erklärte die Entscheidung am Sonntag: „Die Entscheidung fällt schwer, gerade weil wir Horst sehr schätzen. Aber sie ist das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben. Daher haben wir entschieden, Horst freizustellen.“
Übergangsweise übernehmen die bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß, Ex-Profi bei Werder, die Mannschaft. Parallel dazu hat der Klub die Suche nach einem neuen Cheftrainer aufgenommen. „Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer und werden uns die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden“, so Fritz.
Interne Kandidaturen schloss der Sportchef aus. Weder Frauen-Trainerin Friederike Kromp noch U19-Coach Cedric Makiadi sollen übernehmen. „Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls, eine neue Energie und ein Stück weit auch eine neue Ansprache brauchen, um uns aus dieser Situation herauszuziehen“, erklärte Fritz.
Steffen war erst vor dieser Saison als Nachfolger von Ole Werner, der inzwischen bei RB Leipzig an der Seitenlinie steht, von der SV Elversberg nach Bremen gewechselt. Mit dem Überraschungsteam aus dem Saarland hatte er in der Vorsaison den Bundesliga-Aufstieg nur knapp verpasst.
Bei Werder begann Steffens Amtszeit ordentlich. Nach zwölf Spieltagen rangierten die Norddeutschen noch auf Platz neun. Es folgte jedoch ein deutlicher sportlicher Absturz, der den Klub binnen weniger Wochen tief in den Abstiegskampf führte und die sportliche Führung schließlich zum Ziehen der Notbremse veranlasste.
Der Negativtrend der Bremer ist allerdings nicht allein am Trainer festzumachen. Neben erheblichem Verletzungspech erwies sich vor allem die Kaderplanung als zentrales Problem der Saison. Wichtige Leistungsträger verließen den Klub, ohne adäquat ersetzt zu werden. Besonders der Abgang von Marvin Ducksch, der in den vergangenen Jahren verlässlich für Tore gesorgt hatte, wiegt schwer. Ein vergleichbarer Ersatz wurde nicht verpflichtet.
Zudem kamen zahlreiche Neuzugänge erst spät im Transferfenster und überwiegend auf Leihbasis. Die erhoffte Stabilität stellte sich nicht ein, mehrere Verpflichtungen blieben bislang ohne durchschlagende Wirkung. Als echte Verstärkung erwies sich bisher lediglich der japanische Rechtsverteidiger Yukinari Sugawara. Entsprechend richtet sich die Kritik im Umfeld verstärkt auch an Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz und Profifußball-Leiter Peter Niemeyer. Die anstehende Trainerwahl wird für beide zur Bewährungsprobe.
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