RB Leipzig hat am Samstagnachmittag einen eminent wichtigen 2:1-Auswärtssieg bei Werder Bremen eingefahren. Die Sachsen festigten durch den Erfolg an der Weser ihren vierten Tabellenplatz und untermauerten ihre Ambitionen auf die Champions League. Gleichzeitig feierte Leipzig-Trainer Ole Werner eine erfolgreiche Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

Eiskalte Chancenverwertung bringt die Gäste auf Kurs

Die Gäste zeigten von Beginn an einen echten Killerinstinkt. Obwohl die Hausherren bei bestem Fußballwetter mutig mitspielten und spielerische Akzente setzten, nutzte der Champions-League-Aspirant gleich die erste echte Gelegenheit. Nach einem blitzschnellen Konter vollstreckte Antonio Nusa in seinem 50. Bundesligaspiel schnörkellos von der Strafraumgrenze zur frühen Führung (15.). Trotz der Rückkehr von Yan Diomande in die Startelf offenbarte die Defensive der Leipziger im Anschluss allerdings einige Lücken.

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Die abstiegsbedrohten Bremer hängten sich voll rein und bereiteten dem Favoriten phasenweise große Probleme. Im letzten Drittel agierten die Norddeutschen jedoch zu harmlos. Cameron Puertas, der aus aussichtsreicher Position knapp neben den Kasten zielte (34.), und Romano Schmid (37.) ließen gute Möglichkeiten auf den Ausgleich ungenutzt verstreichen.

Romulo bestraft Bremer Unordnung

Kurz nach dem Seitenwechsel bewiesen die Leipziger erneut ihre brutale Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Die Abwehr der Grün-Weißen befand sich nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Innenverteidiger Amos Pieper (49.) noch in der Findungsphase, als das Spielgerät nach einem unübersichtlichen Gewusel vor den Füßen von Romulo landete. Der Brasilianer behielt allein vor Werder-Schlussmann Mio Backhaus kühlen Kopf und schob zum 2:0 ein (52.). Mit diesem komfortablen Vorsprung im Rücken schalteten die Sachsen erfolgreich in den Verwaltungsmodus.

Für einen kleinen Lichtblick aufseiten der Bremer sorgte tief in der Nachspielzeit lediglich Salim Musah. Der Youngster erzielte den späten 1:2-Anschlusstreffer (90.+4) und bejubelte damit sein erstes Tor im deutschen Fußball-Oberhaus. Während RB Leipzig mit nur einer Niederlage aus den vergangenen acht Ligaspielen weiter souverän in Richtung Königsklasse marschiert, stehen den Hanseaten im Kampf um den Klassenerhalt richtungsweisende Wochen bevor. Einen weiteren Grund zur Freude gab es im Leipziger Lager kurz vor dem Abpfiff: Trainer Ole Werner verhalf Nationalspieler Assan Ouédraogo nach dessen langwieriger Knieverletzung in der 86. Minute zu seinem ersehnten Comeback auf dem Rasen.

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