Der ehemalige französische Weltmeister Christophe Dugarry hat mit scharfer Kritik an der Kaderzusammenstellung von Real Madrid für Aufsehen gesorgt. In einem Podcast bezeichnete der Ex-Profi mehrere Leistungsträger der Königlichen als „überschätzt“ und sprach ihnen teilweise die Klasse ab, das Trikot des spanischen Rekordmeisters zu tragen.

Sportliche Lage stabil – Stimmung dennoch getrübt?

Rein sportlich betrachtet befindet sich Real Madrid derzeit in einer durchaus soliden Position, auch wenn die Saison nicht ganz reibungslos verläuft. Nach dem wichtigen 1:0-Sieg im Playoff-Hinspiel der Champions League gegen Benfica Lissabon stehen die Chancen auf das Achtelfinale gut. In der spanischen La Liga mussten die Madrilenen zwar kürzlich die Tabellenführung an den Erzrivalen FC Barcelona abgeben, doch das Titelrennen ist noch lange nicht entschieden.

Einzig das überraschend frühe Aus in der Copa del Rey trübt die Bilanz. Berücksichtigt man zudem den Trainerwechsel während der laufenden Spielzeit, wirkt die aktuelle Ausbeute respektabel. Doch genau diese Sichtweise teilt Christophe Dugarry nicht. Der 53-Jährige sieht fundamentale Probleme im Kader der Blancos.

Dugarry nennt Namen: Härtefälle im Mittelfeld

Im Podcast „Rothen s’enflamme“ nahm der Ex-Stürmer, der während seiner aktiven Zeit unter anderem für den FC Barcelona und AC Mailand auflief, kein Blatt vor den Mund. „Ich denke, es gibt zu viele Spieler bei Real Madrid, die nicht zu Real Madrid passen. Sie werden überschätzt, tut mir leid“, erklärte Dugarry im Gespräch mit Jérôme Rothen.

Dabei blieb es nicht bei pauschalen Aussagen. Dugarry nannte spezifische Akteure, die seiner Meinung nach den Ansprüchen im Santiago Bernabéu nicht genügen: „Ich glaube, dass es Spieler gibt, die nicht auf Augenhöhe sind. Sie sind schon lange dabei, ich denke da an Camavinga, Güler, Valverde, Tchouaméni.“

Auch der junge Raúl Asencio, der aufgrund der Verletzungsmisere in die Bresche sprang, bekam sein Fett weg: „Asencio, der aus dem Nichts kam und Stammspieler wurde […] hat sich als guter Spieler erwiesen, aber er ist kein Innenverteidiger von Real Madrid.“

Mangelnde Konstanz als Hauptkritikpunkt

Der Kern von Dugarrys Kritik zielt auf die Beständigkeit der genannten Profis ab. Wer für die Königlichen aufläuft, müsse sich „über eine ganze Saison hinweg als großartiger Spieler beweisen, sein Team führen und entscheidend sein“, so der Weltmeister von 1998.

Dugarry bemängelte, dass einige dieser Spieler bereits seit drei oder vier Jahren in Madrid unter Vertrag stehen, aber immer noch nicht konsequent ihr Toplevel abrufen würden. „Es gibt einfach zu viele unbeständige Spieler“, resümierte der Franzose. Es bleibt abzuwarten, ob die Stars von Real Madrid die Antwort auf diese Kritik in den kommenden Wochen auf dem Platz geben werden.

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