Real Madrid hat im Kampf um die spanische Meisterschaft einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Álvaro Arbeloa unterlag dem FC Getafe im eigenen Stadion überraschend mit 0:1 (0:1) und liegt nun vier Punkte hinter Tabellenführer FC Barcelona. Neben dem Punktverlust sorgte auch eine Rote Karte für Franco Mastantuono für Gesprächsstoff.

Traumtor von Satriano schockt das Bernabéu

In einer hektischen Partie gelang den Gästen aus der Madrider Vorstadt der entscheidende Schlag kurz vor der Pause. Martin Satriano fasste sich in der 39. Minute ein Herz und bezwang die Real-Abwehr mit einem sehenswerten Traumschuss von der Strafraumgrenze. Für den FC Getafe markierte dieser Treffer einen historischen Moment: Es war der erste Sieg bei Real Madrid seit 18 Jahren.

Durch die zweite Niederlage innerhalb von nur neun Tagen – zuvor unterlagen die Königlichen bereits mit 1:2 bei CA Osasuna – wächst der Druck auf den Rekordmeister. Zwölf Spieltage vor Saisonende droht der Rivale FC Barcelona an der Tabellenspitze zu enteilen.

Arbeloa gibt sich kämpferisch

Trotz der jüngsten Negativserie, die auch das Pokal-Aus in Albacete und eine Niederlage gegen Benfica in der Champions League umfasst, will Real-Coach Álvaro Arbeloa nichts von Resignation wissen. „Es sind noch 36 Punkte zu vergeben, und wir werden um alle 36 kämpfen“, betonte der Ex-Profi nach dem Abpfiff. „Niemand wird hier das Handtuch werfen. Das ist Real Madrid, und bis zum allerletzten Match gibt hier niemand auf.“ Nach einem starken Start unter seiner Regie erlebt Arbeloa nun seine erste echte Krise, da es die erste Heimniederlage unter seiner Leitung war.

Überlegenheit ohne Ertrag – Ärger um Rüdiger

Rein statistisch war die Partie eine klare Angelegenheit für den Favoriten. Auch ohne den am Knie verletzten Superstar Kylian Mbappé dominierte Real das Geschehen mit bis zu 80 Prozent Ballbesitz. Doch die Hausherren scheiterten immer wieder an der eigenen Chancenverwertung oder an Getafes überragendem Schlussmann David Soria. Dieser entschärfte unter anderem eine Großchance von Vinicius Junior (13.).

Glück hatten die Gastgeber bereits in der ersten Hälfte, dass sie das Spiel vollzählig fortsetzen durften. Der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger traf seinen Gegenspieler Diego Rico in der 27. Minute mit dem Knie im Gesicht, als dieser am Boden lag. Der VAR griff in dieser Szene nicht ein, eine Rote Karte blieb dem Verteidiger erspart. Später verpasste Rüdiger per Kopf knapp den Ausgleich (77.).

Hektik und Platzverweise in der Nachspielzeit

Die Emotionen kochten in der Schlussphase über. Franco Mastantuono erwies seinem Team einen Bärendienst und sah in der fünften Minute der Nachspielzeit wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte. Nur zwei Minuten später musste auch Getafes Adrián Liso vorzeitig zum Duschen: Er erhielt Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens (90.+7).

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