In einem offensiven Schlagabtausch haben sich der SC Freiburg und Bayer Leverkusen mit 3:3 (2:2) getrennt. Die beiden Anwärter auf das internationale Geschäft boten den Zuschauern im Breisgau ein echtes Torspektakel, traten im Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze durch das Remis jedoch auf der Stelle.

Offener Schlagabtausch und schnelle Antworten

Obwohl beide Mannschaften in dieser Spielzeit nicht primär für bedingungslosen Offensivfußball bekannt sind, entwickelte sich von Beginn an eine muntere Partie. Bayer Leverkusen, wo Christian Kofane den angeschlagenen Patrik Schick in der Sturmspitze ersetzte, meldete sich bereits nach fünf Minuten mit einer Kopfballchance an. Doch die Hausherren versteckten sich keineswegs: Jan-Niklas Beste und Vincenzo Grifo scheiterten in der Anfangsviertelstunde nur knapp am stark reagierenden Janis Blaswich im Tor der Werkself.

In der 34. Minute belohnten sich die Breisgauer schließlich für ihren Aufwand. Nach einem Angriff über die linke Seite und einer Flanke von Christian Günter kam Grifo zum Abschluss. Der italienische Nationalspieler schoss sich zwar selbst an das Standbein, produzierte so aber eine unhaltbare Bogenlampe zum 1:0. Die Führung währte jedoch nur kurz: Keine 120 Sekunden später nutzte Kofane eine Unachtsamkeit in der Freiburger Hintermannschaft und vollendete eiskalt flach ins linke Eck zum 1:1-Ausgleich.

Suzuki und Grimaldo sorgen für 2:2-Pausenstand

Das Spiel über die Außenbahnen blieb das dominante Stilmittel beider Teams. Kurz vor dem Pausenpfiff kombinierte sich die Mannschaft von Trainer Julian Schuster sehenswert über die rechte Seite nach vorne. Philipp Treu brachte eine scharfe Hereingabe vor das Tor, die Yuito Suzuki aus vollem Lauf zum 2:1 verwertete (43.). Doch erneut hatte Bayer Leverkusen eine Antwort parat: Alejandro Grimaldo sorgte tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+3) für den 2:2-Ausgleich, womit eine spektakuläre erste Halbzeit ihr Ende fand.

Terrier dreht die Partie, Ginter rettet den Punkt

Auch nach dem Seitenwechsel blieben beide Teams ihrer Linie treu und suchten den Weg zum Tor. In der 52. Minute schien sich das Blatt zugunsten der Gäste zu wenden, als Martin Terrier die Werkself erstmals an diesem Nachmittag in Führung brachte. Leverkusen versuchte in der Folge, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen, doch die Moral der Freiburger war ungebrochen.

In der Schlussphase warf der Sport-Club noch einmal alles nach vorne und wurde belohnt. Abwehrchef Matthias Ginter war es, der in der 86. Minute zur Stelle war und den vielumjubelten Treffer zum 3:3-Endstand markierte.

Rückschlag im Rennen um die Königsklasse

Trotz des hohen Unterhaltungswerts dürfte das Ergebnis bei beiden Trainern für gemischte Gefühle sorgen. Für Bayer Leverkusen wächst der Rückstand auf den vierten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, auf drei Punkte an. Der SC Freiburg verbleibt vorerst auf dem achten Rang und muss weiter um den Anschluss an die europäischen Startplätze kämpfen.

Verwandte Beiträge