Pünktlich zu seinem 40. Geburtstag bestimmt Edin Dzeko die Schlagzeilen beim FC Schalke 04. Der bosnische Mittelstürmer hat sich seit seinem Winterwechsel schnell zum Dreh- und Angelpunkt im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga entwickelt. Doch eine Rote Karte gegen Hannover 96 und die darauffolgende Zwei-Spiele-Sperre trüben die Feierlichkeiten, weshalb die Königsblauen nun offiziell Einspruch beim DFB eingelegt haben.

Überragende Torquote: Der Dzeko-Effekt in Gelsenkirchen

Seit seiner Ankunft aus Florenz Ende Januar liest sich die Bilanz des einstigen Weltstars beeindruckend. In acht Zweitligapartien steuerte der Routinier sechs Treffer und drei Vorlagen bei. Damit war der 146-fache Nationalspieler an stolzen 60 Prozent aller Schalker Tore in diesem Zeitraum direkt beteiligt. Die Mannschaft von Trainer Miron Muslic verlässt sich spürbar auf die offensive Klasse ihres Neuzugangs, auch wenn die Punktausbeute mit drei Siegen, vier Remis und einer Niederlage in Bochum durchaus noch Luft nach oben lässt.

Platzverweis und DFB-Urteil: Schalke wehrt sich

Am vergangenen Sonntag zeigte sich Dzekos immenser Wert einmal mehr: Im Topspiel gegen Hannover 96 brachte er den Tabellenführer zunächst auf die Siegerstraße, bevor Schiedsrichter Robin Braun ihn zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einer vieldiskutierten Aktion des Feldes verwies. Daraufhin kippte das zuvor souverän kontrollierte Spiel. Der Deutsche Fußball-Bund belegte den Angreifer anschließend mit einer Sperre von zwei Partien, womit er die richtungsweisenden Duelle gegen den SV Darmstadt 98 und nach der Länderspielpause gegen den Karlsruher SC verpassen würde.

Dieses Einzelrichterurteil nimmt die Schalker Führungsetage jedoch nicht kampflos hin. Sportvorstand Frank Baumann stellte in einem offiziellen Statement klar, dass der Verein die Strafe als unverhältnismäßig erachtet, da keine rücksichtslose Gefährdung des Gegenspielers vorgelegen habe. Auch Kapitän Kenan Karaman sprang seinem Teamkollegen umgehend zur Seite und betonte, eine einfache Verwarnung hätte in dieser Szene völlig ausgereicht.

Wie kompensiert Muslic den möglichen Ausfall?

Sollte der Einspruch erfolglos bleiben, steht das Trainerteam vor einer massiven taktischen Herausforderung. Schalke grüßt zwar vom Platz an der Sonne, doch das Punktepolster an der Tabellenspitze ist extrem dünn. Ohne die physische Präsenz des Jubilars rückt nun Moussa Sylla verstärkt in den Fokus. Der Topscorer der Vorsaison wird die offensive Last auf seinen Schultern tragen müssen, um den Aufstiegstraum am Leben zu erhalten. Direktor Youri Mulder zeigte sich bereits erleichtert über die qualitative Breite im Kader und unterstrich Syllas enorme Wichtigkeit für die anstehenden Wochen.

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