FC Bayern München: Manuel Neuer plant baldige Zukunftsentscheidung
Vor dem Champions-League-Duell gegen Real Madrid spricht Bayern-Kapitän Manuel Neuer offen über seine Zukunftsplanung.
Manuel Neuer wird laut Torhüter-Ikone Sepp Maier trotz seiner jüngsten Glanzleistungen für den FC Bayern München nicht in die deutsche Nationalmannschaft zurückkehren. Grund dafür ist ein offenbar irreparables Verhältnis zwischen dem Schlussmann und Bundestrainer Julian Nagelsmann im Vorfeld der Weltmeisterschaft im Sommer.
Obwohl der 40-Jährige beim 2:1-Sieg der Münchner in der Champions League gegen Real Madrid eine herausragende Leistung zeigte, hält Sepp Maier ein Comeback im DFB-Dress für ausgeschlossen. Der Weltmeister von 1974 beruft sich dabei auf deutliche Differenzen zwischen dem Torhüter und dem aktuellen Bundestrainer. Das Tischtuch zwischen den beiden sei endgültig zerschnitten. Maier vergleicht die Situation bildhaft mit einem zerbrochenen Maßkrug, den man nicht mehr flicken könne. Sogar Rekordnationalspieler Lothar Matthäus teile diese Einschätzung, was für den 82-jährigen Maier die Endgültigkeit der Trennung unterstreicht.
Für den ehemaligen Bayern-Keeper steht bei der Besetzung der Torwartposition einzig das sportliche Kriterium im Vordergrund. Er wirft Julian Nagelsmann vor, persönliche Befindlichkeiten über den sportlichen Erfolg zu stellen. Die Nationalmannschaft sei schließlich kein Betriebsausflug, sondern erfordere die besten Spieler auf dem Platz. In Maiers Augen ist der langjährige Bayern-Kapitän nach wie vor die klare Nummer eins in Deutschland und darf nicht aufgrund zwischenmenschlicher Probleme außen vor gelassen werden.
Zudem übt die Torwart-Legende generelle Kritik an der modernen Arbeitsweise im Profifußball. Dem Bundestrainer attestiert er zwar eine perfekte analytische Vorbereitung, bemängelt jedoch das fehlende Gespür für Hierarchie und Respekt. Eine Mannschaftsaufstellung lasse sich nicht wie eine Excel-Tabelle behandeln, vielmehr benötige ein Team die positive Präsenz eines erfahrenen Routiniers in der Kabine.
Als Argument für eine sofortige Rückholaktion führt Maier die jüngste Vorstellung des Schlussmanns in der Königsklasse an. Die Paraden gegen die Offensive von Real Madrid grenzten für ihn an Zauberei mit Handschuhen. Wer an der sportlichen Qualifikation des routinierten Welttorhüters nach solchen Auftritten noch zweifele, dem spreche er jeglichen fußballerischen Sachverstand ab.
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