Der SV Elversberg meldet sich im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga eindrucksvoll zurück. Die Mannschaft von Trainer Vincent Wagner besiegte den Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld am Samstag souverän mit 3:1 (1:0) und eroberte damit vorübergehend die Tabellenführung im deutschen Fußball-Unterhaus.

Früher Schock hält die Saarländer nicht auf

Dabei begann die Partie für die formstarken Hausherren mit einem herben Dämpfer. Spielmacher Bambasé Conté verletzte sich bei seinem Startelf-Comeback früh und musste nach nur acht Minuten humpelnd den Platz verlassen. Doch die Wagner-Elf ließ sich von diesem personellen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen. Die Gastgeber dominierten das Geschehen gegen tief stehende Ostwestfalen und kamen schnell zu gefährlichen Abschlüssen. Nachdem Tom Zimmerschied freistehend noch vergab und Lukas Petkov zunächst Pech mit einem Pfostenschuss hatte, brach genau dieser in der 38. Minute den Bann und brachte den Aufstiegsaspiranten hochverdient in Front.

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Rote Karte bricht Bielefelds Widerstand

Kurz nach dem Seitenwechsel schwächte sich die Arminia dann selbst. Marvin Mehlem stieg mit offener Sohle im Bereich der Achillessehne überhart gegen Luca Schnellbacher ein und sah in der 51. Minute die Rote Karte. In Unterzahl geriet das Team aus Nordrhein-Westfalen zunehmend unter Druck. Elversberg drängte unermüdlich auf die Vorentscheidung. Erneut war es der blendend aufgelegte Petkov, der mit seinem zweiten Treffer (69.) für klare Verhältnisse sorgte. Amara Condé machte wenig später (76.) endgültig den Deckel auf die Partie. Der späte Anschlusstreffer für die Gäste durch Christopher Lannert (84.) war lediglich Ergebniskosmetik.

Blick auf das Topspiel der Konkurrenz

Mit dem 15. Saisonsieg unterstreichen die Saarländer ihre klaren Ambitionen in Richtung Bundesliga. Auch wenn im abendlichen Spitzenspiel noch Darmstadt 98 oder der FC Schalke 04 an den Elversbergern vorbeiziehen können, ist das Signal an die Liga deutlich. Für Arminia Bielefeld wird die Luft im Tabellenkeller hingegen immer dünner. Das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg verdeutlicht die prekäre sportliche Situation, in der der erhoffte Befreiungsschlag abermals ausblieb.

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