Red Bull zwingt RB Leipzig zu Star-Verkäufen trotz Champions League
RB Leipzig muss auch bei einer Champions-League-Qualifikation weiterhin Leistungsträger verkaufen. Der Red-Bull-Konzern pocht auf Transferüberschüsse für sein Marketing-Modell.
Deniz Undav hat den VfB Stuttgart beim 2:2-Unentschieden gegen den 1. FSV Mainz 05 mit einem Tor und einer Vorlage einmal mehr sportlich getragen. Nach dem späten Ausgleich der Rheinhessen verweigerte der 29-jährige Angreifer entgegen seinen üblichen Gewohnheiten jegliche Interviews und ließ ausschließlich seine Leistung auf dem Rasen für sich sprechen.
Auf dem Spielfeld zeigte der formstarke Offensivmann erneut seinen immensen Wert für die Schwaben. Beim zwischenzeitlichen 1:1 lieferte er die Vorarbeit für Ermedin Demirovic, bevor er die Gäste mit seinem eigenen Treffer zum 2:1 in Führung brachte. Mit nun 15 Saisontoren in 21 Bundesligaspielen belegt der Angreifer den zweiten Platz der ligaweiten Torjägerliste hinter Bayerns Harry Kane. Bemerkenswert ist dabei eine historische Ausbeute: Zum neunten Mal verbuchte er in einem Ligaspiel für den VfB mindestens ein Tor und einen Assist. Damit stellt er den bisherigen Vereinsrekord der Stuttgarter Legende Mario Gomez ein.
Dass der sonst so gesprächige Leistungsträger nach dem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit wortlos in der Kabine verschwand, ist nicht nur dem Frust über den verpassten Sieg geschuldet. Unter der Woche hatte der DFB-Akteur deutlich mehr zu sagen gehabt. Er äußerte offen seinen Unmut darüber, in den Diskussionen um die ideale Sturmformation der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2026 zu wenig Beachtung zu finden. Er betonte, dass er national und international herausragende Scorerwerte auflege. Sein klares Ziel ist die Nominierung für die kommenden Länderspiele im März gegen die Schweiz und Ghana.
Stuttgarts Cheftrainer Sebastian Hoeneß sprang seinem Schützling nach dem Abpfiff in Mainz sofort zur Seite. Der Übungsleiter lobte die ständige Torgefahr seines Spielers und schickte eine unmissverständliche Botschaft in Richtung von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Laut Hoeneß liefere sein Top-Torjäger Woche für Woche entscheidende Argumente auf dem Platz. Ein Stürmer, der aus dem Nichts eine Gefahr darstelle und Spiele beeinflussen könne, mache genau das, was von ihm verlangt wird. Mehr kann er schlichtweg nicht tun, um sich für höhere Aufgaben im DFB-Trikot zu empfehlen.
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