Der VfB Stuttgart steht am Donnerstagabend vor einer gewaltigen Aufgabe im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League. Beim portugiesischen Tabellenführer FC Porto müssen die Schwaben einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel drehen. Für Torjäger Deniz Undav hat die richtungsweisende Partie längst den Charakter eines echten Endspiels angenommen.

Kampfgeist und klare Ansagen vor dem K.o.-Spiel

Der deutsche Nationalstürmer macht aus der Bedeutung des Duells keinen Hehl. Die Mannschaft sei extrem heiß und fokussiert auf das Weiterkommen im Estádio do Dragão, betonte der Angreifer im Vorfeld. Nach dem hitzigen ersten Aufeinandertreffen vor heimischer Kulisse, das knapp verloren ging, lautet die klare Devise für das Team nun: Ein Sieg muss her. Um direkt in die nächste Runde einzuziehen, benötigen die Gäste einen Erfolg mit zwei Toren Unterschied. Gewinnt der Bundesligist nach regulärer Spielzeit mit exakt einem Treffer Vorsprung, geht das nervenaufreibende Duell zunächst in die Verlängerung.

Taktik und Personal: Hoeneß fordert smarte Herangehensweise

Cheftrainer Sebastian Hoeneß mahnt trotz der prekären Ausgangslage zur Besonnenheit. Seine Strategie zielt nicht auf blinden Aktionismus in der Anfangsphase ab. Rückstände müssten nicht in den ersten zehn Minuten aufgeholt werden, erklärte der Übungsleiter. Vielmehr fordert der Coach einen sauberen, cleveren und emotionalen Auftritt über die volle Distanz. Ein frühes Momentum wäre zwar hilfreich, doch das Team müsse alle Facetten eines reifen Spiels zeigen, um gegen das portugiesische Schwergewicht zu bestehen.

Gute Nachrichten gibt es derweil aus dem Personal-Lager der Stuttgarter. Josha Vagnoman kehrt nach einer überstandenen Oberschenkelverletzung in das Aufgebot zurück. Auch Offensivkraft Jamie Leweling, der aus dem jüngsten 1:0-Erfolg gegen RB Leipzig eine leichte Blessur davongetragen hatte, konnte das Abschlusstraining in Portugal absolvieren. Damit stellt der pfeilschnelle Flügelspieler eine wichtige Option für die angestrebte Aufholjagd dar.

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