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Alexandra Popp hat sich im letzten Trikot des VfL Wolfsburg mit einem hoch emotionalen Auftritt verabschiedet. Am finalen Spieltag der Frauen-Bundesliga führte die 35-Jährige ihr Team zu einem 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg und steuerte bereits vor der Halbzeitpause zwei Treffer bei.

Tränen und Standing Ovations vor dem Anpfiff

Schon vor dem ersten Ballkontakt flossen bei der langjährigen Kapitänin die Tränen. Unter den lautstarken Rufen der 7.268 Zuschauer im Stadion wurde die Rekordspielerin von Sportdirektor Ralf Kellermann geehrt, der den Verein am Saisonende ebenfalls in Richtung Borussia Dortmund verlässt. In ihren 14 Jahren bei den Niedersächsinnen sammelte die Ausnahmespielerin eine beeindruckende Titelsammlung: Sieben deutsche Meisterschaften, elf DFB-Pokalsiege und zwei Erfolge in der Champions League machen sie zu einer unumstrittenen Vereinslegende.

Ein Doppelpack krönt die beeindruckende VfL-Karriere

Auf dem Rasen zeigte die Star-Stürmerin rasch ihre Extraklasse und bewies, warum sie dem Club so sehr fehlen wird. Nach nur 13 Minuten verwertete sie eine maßgenaue Flanke von Joelle Wedemeyer per Kopf zur Führung. Die Nummer elf krönte ihre Leistung kurz vor der Pause mit einem direkten Freistoß in den rechten Winkel zum 2:0. Dieser Treffer markierte bezeichnenderweise ihre 295. Torbeteiligung im Dress der Wölfinnen. Nach 58 Minuten endete schließlich eine Ära, als die Angreiferin unter tosendem Applaus den Platz verließ.

Großer personeller Umbruch in der Offensive

Neben der prominentesten Akteurin muss der aktuelle Vizemeister weitere Abgänge verkraften. Auch Lineth Beerensteyn und Vivien Endemann verlassen den Club nach Ablauf der Saison und wechseln nach England. Zudem wurde Defensivkraft Caitlin Dijkstra vom Publikum verabschiedet. Der VfL steht somit im kommenden Sommer vor einer gewaltigen personellen Neuausrichtung.

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