Galatasaray verliert Osimhen mit Armbruch und Lang nach Werbebanden-Unfall
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Der VfL Wolfsburg steht vor einer der größten Zerreißproben seiner jüngeren Vereinsgeschichte. Während die Bundesliga-Mannschaft der Männer tief im Abstiegskampf steckt und nur knapp über dem Strich rangiert, erschüttert ein unerwarteter Führungswechsel die bisher so erfolgreiche Frauen-Abteilung. Der Werksklub taumelt zwischen sportlicher Existenzangst und internen Machtkämpfen.
Die sportliche Lage in der Autostadt ist alarmierend. Nach der schmerzhaften 2:3-Heimniederlage gegen den FC Augsburg rangieren die Niedersachsen auf einem desaströsen 15. Tabellenplatz. Der Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz ist auf ein einziges Pünktchen zusammengeschmolzen. Die Angst vor dem Gang in die Zweitklassigkeit ist greifbar, was auch die Zuschauerzahlen belegen: Mit durchschnittlich nur 23.278 Besuchern verzeichnet der Meister von 2009 den schlechtesten Wert seit der Corona-Pandemie.
Die Ratlosigkeit scheint auch das Trainerteam erreicht zu haben. Nach der Pleite gegen die Fuggerstädter fand Trainer Daniel Bauer drastische Worte für die Leistung seiner Elf: „Wir verhalten uns zum Teil wie eine Schülermannschaft. Intensität, Zweikampfhärte – dazu sind wir im Moment nicht in der Lage.“ Wie verzweifelt die Situation eingeschätzt wird, zeigen aktuelle Mediengerüchte: Angeblich ziehen die Verantwortlichen sogar eine Rückholaktion von „Quälix“ Felix Magath in Betracht, um den Klassenerhalt zu erzwingen.
Doch nicht nur bei den Männern brennt der Baum. Auch die VfL-Frauen, über Jahre das Aushängeschild des deutschen Frauenfußballs, stehen vor einer ungewissen Zukunft. Ralf Kellermann, der Architekt der großen Erfolge, hat seinen Abschied nach 18 Jahren für den kommenden Sommer angekündigt. Dieser Schritt kommt zur Unzeit und offenbart Risse in der Führungsetage.
Hintergrund des Abschieds sollen Meinungsverschiedenheiten mit Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen sein. Berichten der Sport Bild zufolge fühlte sich Kellermann in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt. Besonders brisant: Der geplante Bau eines neuen Trainingsgeländes für die Wölfinnen liegt auf Eis, solange der Klassenerhalt der Männer nicht gesichert ist. Ohne die Expertise von Kellermann fürchten viele im Umfeld, dass die Frauen-Abteilung den Anschluss an den national bereits enteilten FC Bayern München endgültig verlieren könnte.
Im Zentrum der Kritik steht zunehmend Peter Christiansen. Dem Dänen wird eine verfehlte Kaderplanung vorgeworfen. Im Winter scheiterte zudem der Versuch, Ex-Meisterheld Edin Džeko zurückzuholen – der Stürmer entschied sich stattdessen für Schalke 04. Die Zusammenstellung des Teams wirkt unausgewogen und nicht bereit für den Abstiegskampf.
Diese Bilanz könnte personelle Konsequenzen haben. Laut Medienberichten haben die Wolfsburger erneut Kontakt zu Andreas Schicker aufgenommen. Der Erfolgsmanager der TSG Hoffenheim soll bereits im Herbst ein Thema gewesen sein. Die Konzern-Bosse von VW würden Schicker offenbar gerne ab Sommer in der Verantwortung sehen. Sollte der VfL Wolfsburg jedoch tatsächlich absteigen, dürften dem Klub die Argumente fehlen, um einen Manager dieses Kalibers zu verpflichten.
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