Der VfL Wolfsburg steckt tief in einer sportlichen Identitätskrise und sieht sich mit existenziellen Fragen konfrontiert. Nach den jüngsten Auftritten der Niedersachsen wird der Ton rauer: Die Mannschaft zeigt Leistungen, die Experten und Beobachter unmissverständlich als die eines potenziellen Absteigers klassifizieren. Die dringende Frage lautet nun: Wer kann die Wölfe in dieser brenzligen Situation noch retten?

Alarmsignale beim Werksklub werden lauter

Die aktuelle Verfassung des VfL Wolfsburg gibt Anlass zu größter Sorge. Das vernichtende Urteil "So spielt ein Absteiger" fasst die Stimmung rund um die Autostadt treffend zusammen. Es fehlt nicht nur an spielerischer Leichtigkeit, sondern zunehmend auch an den basalen Tugenden des Abstiegskampfes: Zweikampfhärte, Körpersprache und der unbedingte Wille, das Ruder herumzureißen. Die Diskrepanz zwischen dem Anspruch, um die europäischen Plätze mitzuspielen, und der tristen Realität im Tabellenkeller könnte kaum größer sein.

Ratlosigkeit und die Suche nach Führungsstärke

In der aktuellen Ausgabe von kicker Daily wird die Situation der Wölfe schonungslos analysiert. Die Verantwortung liegt nun auf mehreren Schultern. Zum einen ist der Trainerstab gefordert, taktische Lösungen zu finden, die der verunsicherten Mannschaft Stabilität verleihen. Zum anderen stehen die Führungsspieler in der Pflicht. In Phasen, in denen das spielerische Element versagt, sind Mentalität und Charakter gefragt. Gelingt es den Verantwortlichen nicht, kurzfristig eine Trendwende einzuleiten, droht dem Meister von 2009 ein ungemütlicher Saisonendspurt, in dem es nur noch um das nackte Überleben in der Bundesliga geht.

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