Lothar Matthäus kritisiert Bundesliga-VAR nach Köln-Spiel scharf
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Der Volkswagen-Konzern zieht beim kriselnden Bundesligisten VfL Wolfsburg die Zügel an. Inmitten massiver konzernweiter Sparmaßnahmen und akuter Abstiegsgefahr kündigte VW-Vorstandschef Oliver Blume an, den Werksklub am Saisonende detailliert zu analysieren und weitreichende Optimierungen vorzunehmen.
Die Aussagen des Konzernchefs lassen wenig Spielraum für Fehlinterpretationen. Während die Volkswagen AG bis zum Jahr 2030 den Abbau von rund 50.000 Stellen in Deutschland plant, bleiben auch die 100-prozentigen Tochtergesellschaften nicht verschont. Blume betonte in einem TV-Interview, dass Veränderungen beim VfL unausweichlich seien. Eine schonungslose Analyse am Saisonende sei angesichts der wirtschaftlichen Gesamtlage schlichtweg gerecht. Dennoch bekräftigte der 56-Jährige, dass der Verein auch in Zukunft ein fester Teil der VW-Familie bleiben werde.
Die finanzielle Debatte wird durch die sportliche Misere der Niedersachsen zusätzlich befeuert. Derzeit rangiert das Team auf dem 17. Tabellenplatz, der Rückstand auf den rettenden Relegationsrang beträgt bereits vier Zähler. Diese Platzierung ist besonders brisant, da die Wölfe mit einem Kaderwert von knapp 250 Millionen Euro das fünftteuerste Aufgebot der gesamten Liga stellen. Laut Blume sei die Mannschaft qualitativ zwar besser als ihr aktueller Tabellenplatz, doch die nackten Zahlen auf dem Rasen sprechen aktuell eine andere Sprache.
Um den drohenden Gang in die Zweitklassigkeit in letzter Sekunde abzuwenden, haben die Verantwortlichen in der Autostadt bereits drastische personelle Konsequenzen gezogen. Trainer Daniel Bauer und Sportchef Peter Christiansen wurden in der vergangenen Woche von ihren Aufgaben entbunden. Als Retter in der Not wurde ein alter Bekannter installiert: Dieter Hecking. Der Routinier, der bereits zwischen 2013 und 2016 erfolgreich an der Seitenlinie stand und 2015 den DFB-Pokal holte, soll den Klub nun vor dem Abstieg bewahren. Der personelle Umbruch geht derweil weiter: Erst am Donnerstag trennte sich der Verein zudem von Christian Clarup, dem bisherigen Head of Performance, dessen Aufgaben nun intern aufgefangen werden.
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