Der SV Werder Bremen zieht nach dem sportlichen Absturz erste personelle Konsequenzen in der Vereinsführung. Der kriselnde Bundesligist wird sich im kommenden Sommer von Kaderplaner Johannes Jahns trennen. Hauptgrund für das bevorstehende Aus sind gravierende Fehler in der Transferpolitik, die den Traditionsverein tief in den Abstiegskampf gestürzt haben.

Transfer-Flops kosten Jahns den Job

Die alarmierende 0:2-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten FSV Mainz 05 wirkte an der Weser wie ein Katalysator. Statt der erhofften Trendwende finden sich die Grün-Weißen auf Tabellenplatz 15 wieder – die Abstiegsangst ist allgegenwärtig. Im Zentrum der internen Kritik steht dabei laut aktuellen Medienberichten Johannes Jahns. Dem Kaderplaner wird die Hauptverantwortung für einen unzureichend zusammengestellten Kader angelastet.

Besonders die Verpflichtung von Naby Keita, der die hohen Erwartungen nie erfüllen konnte, sowie mehrere gescheiterte Leihgeschäfte werden Jahns negativ ausgelegt. Ob der Kaderplaner den Verein nach der Saison komplett verlassen muss oder intern auf eine andere Position versetzt wird, ist derzeit noch Gegenstand von Diskussionen. Klar ist jedoch: Seine Zeit als sportlicher Architekt der Profimannschaft endet.

Fritz bleibt sicher, Niemeyer unter Beobachtung

Während Jahns die Konsequenzen für die Misere tragen muss, bleibt der Rest des Bremer Führungstrios vorerst im Amt. Geschäftsführer Clemens Fritz erhält trotz der anhaltenden sportlichen Talfahrt weiterhin deutliche Rückendeckung aus dem Aufsichtsrat. Selbst bei einem drohenden Gang in die Zweitklassigkeit gilt ein Verbleib des Ex-Profis als wahrscheinlich.

Kritischer wird hingegen die Personalie Peter Niemeyer beäugt. Der Leiter Profifußball, der einst als Erfolgsmanager in Münster glänzte, fremdelt offenbar noch mit seiner Rolle an der Weser. Intern wird ihm nachgesagt, er habe sich noch nicht die nötige Autorität innerhalb der Kabine erarbeitet. Der Draht zur Mannschaft gilt als belastet, weshalb wichtige Entscheidungen auffällig oft direkt an Clemens Fritz delegiert werden. Eine sofortige Trennung steht bei Niemeyer zwar nicht im Raum, der Druck auf den 40-Jährigen wächst jedoch spürbar.

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