Nach der Niederlage des SV Werder Bremen beim FC St. Pauli herrscht an der Weser Ernüchterung. Kapitän Marco Friedl fand nach dem Abpfiff deutliche Worte zur mentalen Verfassung der Mannschaft. Während Torhüter Mio Backhaus einen unglücklichen Tag am Millerntor erwischte, verortet der Abwehrchef die Probleme der Hanseaten auf einer tieferen, mentalen Ebene.

Mio Backhaus mit rabenschwarzem Tag am Millerntor

Das Gastspiel beim Aufsteiger verlief für die Grün-Weißen alles andere als nach Plan. Im Fokus stand dabei ungewollt Mio Backhaus. Der Bremer Schlussmann erlebte einen rabenschwarzen Nachmittag und war an beiden Gegentoren der Kiezkicker mehr oder weniger stark beteiligt. Solche individuellen Fehler machen es in der Bundesliga schwer, Punkte einzufahren, doch die Mannschaft ließ ihren Rückhalt auch in vielen Situationen im Stich.

Friedl schützt Torwart und kritisiert das Kollektiv

Trotz der unglücklichen Aktionen seines Keepers richtete Marco Friedl seine Kritik nach dem Spiel nicht gegen Backhaus. Dem österreichischen Innenverteidiger fehlten zwar fast die Worte, jedoch lag dies primär an der allgemeinen Verfassung des Teams. Der 26-Jährige analysierte die aktuelle Lage an der Weser schonungslos offen.

"Selbstvertrauen haben wir aktuell null Komma null", fasste der Werder-Kapitän den Zustand der Mannschaft zusammen. Diese Aussage lässt tief blicken: Bremen wirkt verunsichert, die Leichtigkeit im Spielaufbau ist verflogen. Statt den Torwartfehler als Ausrede für die Niederlage zu nutzen, fordert Friedl damit indirekt eine Reaktion des gesamten Kollektivs, um schnellstmöglich wieder in die Spur zu finden.

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