Die deutschen Fußballerinnen haben in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2027 ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Das Team von Bundestrainer Christian Wück gewann am Samstagabend auswärts beim härtesten Gruppenkonkurrenten Norwegen überraschend deutlich mit 4:0 (3:0). Nach dem Auftaktsieg gegen Slowenien unterstreicht die DFB-Auswahl damit ihre Ambitionen auf den Gruppensieg.

Souveräner Auftritt auf Kunstrasen

Im Viking-Stadion zu Stavanger musste sich der Rekordeuropameister zunächst auf ungewohnte Bedingungen einstellen, da die Partie auf Kunstrasen ausgetragen wurde. Doch von Anpassungsschwierigkeiten war bei der deutschen Elf wenig zu spüren. Gegen die Skandinavierinnen, die als direkter Konkurrent um das WM-Ticket gelten, übernahm die Mannschaft von Beginn an die Spielkontrolle.

Bereits in der Anfangsphase erarbeitete sich die Offensivabteilung hochkarätige Chancen. Besonders Vivien Endemann stand dabei im Fokus: Die Angreiferin des VfL Wolfsburg scheiterte zunächst an der norwegischen Torhüterin Cecilie Hauståker Fiskerstrand (6.) und traf nur eine Minute später den Außenpfosten. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel sichtbar wurde.

Doppelschlag vor der Pause bringt Vorentscheidung

Der Knoten platzte in der 18. Spielminute. Nach einer präzisen Flanke von Franziska Kett landete der Ball bei Elisa Senß, die per Linksschuss zur verdienten 1:0-Führung traf. Die Norwegerinnen versuchten im Anschluss, die Räume enger zu machen, fanden aber kein Mittel gegen die variable Spielanlage der Gäste.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte die DFB-Auswahl dann für klare Verhältnisse. Carlotta Wamser erhöhte in der ersten Minute der Nachspielzeit auf 2:0, ehe Vivien Endemann nur zwei Minuten später (45.+3) ihre starke Leistung mit dem Treffer zum 3:0 krönte. Mit dieser komfortablen Führung ging es in die Kabine.

Jule Brand setzt den Schlusspunkt

Auch nach dem Seitenwechsel ließ das Wück-Team nicht nach. Jule Brand markierte in der 58. Minute den 4:0-Endstand und besiegelte damit die bittere Heimpleite für Norwegen. Carlotta Wamser zeigte sich nach dem Abpfiff im ZDF hochzufrieden: „Wir haben von Anfang an alles reingeschmissen und auch zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht. Das Gesamtprodukt war sehr, sehr gut.“

Durch diesen Erfolg hat Deutschland die Weichen frühzeitig auf WM-Teilnahme gestellt. Weiter geht es für den Tabellenführer am 14. April in Nürnberg. Dort wartet mit Österreich ein Gegner, der nach einer 0:1-Niederlage gegen Slowenien aktuell punktloser Gruppenletzter ist.

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