Vereinslegende Xavi hat knapp zwei Jahre nach seinem Aus beim FC Barcelona scharfe Kritik an der Vereinsführung um Präsident Joan Laporta geübt. Gleichzeitig nahm der einstige Mittelfeldregisseur seinen Nachfolger Hansi Flick in Schutz und enthüllte ein bemerkenswertes privates Treffen. Laporta wehrte sich umgehend gegen die Vorwürfe und wittert eine gezielte Verschwörung gegen seine Person.

Entschuldigung im Wohnzimmer: Hansi Flick besucht Xavi

Der Trainerwechsel bei den Katalanen verlief offensichtlich nicht ohne atmosphärische Störungen. Doch der Ärger des Spaniers richtet sich keineswegs gegen den Mann, der seinen Posten an der Seitenlinie übernahm. Im Gegenteil: Xavi betonte, dass der deutsche Übungsleiter ihn persönlich zu Hause aufgesucht habe, um sich für die unglücklichen Umstände seiner Verpflichtung zu entschuldigen. Diese respektvolle Geste rechnet der 44-Jährige dem ehemaligen Bayern-Coach hoch an und stellt sich nun öffentlich schützend vor ihn.

Harte Worte gegen die Führung des FC Barcelona

Deutlich weniger versöhnlich zeigt sich der Weltmeister von 2010 gegenüber der eigenen Klubspitze. Die Trennung hat tiefe Wunden hinterlassen. Xavi wirft Laporta und dessen engem Umfeld vor, hinter den Kulissen ein falsches Spiel gespielt zu haben. Für den hochdekorierten Ex-Profi, der die Blaugrana einst als Spieler zu unzähligen Titeln führte und später in einer sportlich und finanziell äußerst schwierigen Phase als Cheftrainer Verantwortung übernahm, ist das Verhalten der Chefetage eine bittere Enttäuschung.

Laporta schlägt zurück und vermutet Kampagne

Die verbale Attacke der Klubikone ließ der amtierende Präsident nicht lange auf sich sitzen. Joan Laporta konterte die Aussagen prompt und wies jegliche Schuld an dem zerrütteten Verhältnis von sich. Der Barca-Boss geht sogar noch einen Schritt weiter und vermutet hinter den jüngsten Äußerungen eine gezielte Kampagne. Laut Laporta versuchen externe Kräfte, den aktuellen Frieden und den sportlichen Aufschwung im Verein mutwillig zu stören. Der Machtkampf beim spanischen Traditionsklub schwelt damit auch abseits des Rasens unaufhörlich weiter.

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