Die türkische Nationalmannschaft steht kurz vor der ersten WM-Teilnahme seit dem legendären dritten Platz im Jahr 2002. Am Dienstagabend trifft das Team im alles entscheidenden Playoff-Finale auswärts auf den Kosovo. Alle Augen richten sich dabei auf Arda Güler: Der Jungstar soll seine Nation mit seiner fußballerischen Brillanz zum langersehnten Ticket für die Endrunde in Nordamerika führen.

Magischer Moment gegen Rumänien öffnet die Tür

Dass die Türken überhaupt vom Ende ihrer 22-jährigen WM-Durststrecke träumen dürfen, verdanken sie maßgeblich dem feinen linken Fuß ihres 21-jährigen Spielmachers. Im hart umkämpften Halbfinale gegen Rumänien bewies der Offensivakteur seine ganze Klasse, als er mit einem punktgenauen Traumpass das entscheidende 1:0 durch Ferdi Kadioglu vorbereitete. Es war eine Szene, die weit über die Landesgrenzen hinaus für Begeisterung sorgte.

Auch internationale Beobachter schwärmen von der Genialität des türkischen Ausnahmetalents. Der britische Fachjournalist Nick Miller betonte kürzlich, dass genau solche Pässe und technischen Finten die Essenz großer Turniere ausmachen. Die Vorlage gegen Rumänien sei exakt jene Form von sportlicher Magie, die neutrale Fans im kommenden Sommer bei der Weltmeisterschaft sehen wollen.

Vom königlichen Systemspieler zum türkischen Taktgeber

Sollte am Dienstag im Kosovo der finale Schritt gelingen, warten in der WM-Gruppenphase bereits die USA, Australien und Paraguay als Gegner. Um dieses Ziel zu erreichen, vertraut Nationaltrainer Vincenzo Montella auf eine speziell zugeschnittene Rolle für seinen Schützling. Während der Mittelfeldspieler bei seinem Klub Real Madrid oft defensivere Aufgaben übernimmt, agiert er im Nationaltrikot als unumstrittener Fädenzieher auf der Zehner-Position.

Diese Umstellung meistert der begehrte Linksfuß laut Montella bravourös. Der Trainer lobt insbesondere die Entwicklung im Stellungsspiel und beim Torabschluss. Auch auf Vereinsebene ist man von der Reife des Spielers überzeugt. Real-Trainer Alvaro Arbeloa bescheinigt dem jungen Madrilenen eine immense Erfahrung für sein Alter und sieht ihn dazu bestimmt, auf der großen Bühne prägende Fußspuren zu hinterlassen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Dienstag im Hexenkessel des Kosovo.

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