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Die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina startet am Freitagabend in Toronto gegen WM-Gastgeber Kanada in das mit Spannung erwartete Turnier. Dabei steht vor allem Kapitän Edin Dzeko im historischen Fokus: Der Rekordnationalspieler schließt mit seinem Einsatz zu Legende Roger Milla auf und wird zu einem der ältesten Feldspieler der WM-Geschichte.

Heimvorteil in Toronto: Bosnien hofft auf riesigen Support

Obwohl die Nordamerikaner das Turnier im eigenen Land austragen, könnte sich das Eröffnungsspiel für Bosnien-Herzegowina fast wie ein Heimspiel anfühlen. Medienberichten zufolge werden bis zu 30.000 bosnische Fans im Stadion in Toronto erwartet. Diese gewaltige Unterstützung von den Rängen dürfte den europäischen Gästen massiven Rückenwind geben. Dies ist besonders relevant, da die Fußball-Euphorie im Gastgeberland aktuell noch überschaubar ist und der Sport in der kanadischen Gesellschaft einen geringeren Stellenwert genießt als in vielen anderen Teilen der Welt.

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Barbarez fordert Mut: Routine soll junge Wilde leiten

Nationaltrainer Sergej Barbarez setzt in diesem richtungsweisenden Auftaktspiel voll auf seine erfahrene Achse. Neben dem formstarken Angreifer Ermedin Demirovic und Abwehrspezialist Sead Kolasinac ist es vor allem Tormaschine Edin Dzeko, der als Leitwolf fungieren soll. Die Aufgabe der Routiniers ist klar definiert: Sie sollen den jungen Spielern im Kader Sicherheit geben, das Selbstbewusstsein stärken und das Team auf dem Rasen dirigieren.

Gerade in der oft nervösen Startphase eines großen Turniers gilt es, Konzentrationsfehler zu vermeiden. Eine harte Lektion, die Kolasinac aus erster Hand kennt: Bei der Weltmeisterschaft 2014 unterlief ihm als damals 21-Jährigem im ersten Gruppenspiel gegen Argentinien ein frühes Eigentor. Aus diesen Erfahrungen hat die Mannschaft gelernt und geht nach starken Auftritten im Vorfeld – wie zuletzt gegen Italien – hochmotiviert in das Duell.

Chancen in der Gruppe: Davies-Ausfall schwächt Kanada

Die sportliche Ausgangslage für die Bosnier präsentiert sich vielversprechend, zumal Kanada definitiv auf seinen verletzten Superstar Alphonso Davies verzichten muss. Das Fehlen des pfeilschnellen Außenspielers mindert die Durchschlagskraft der Gastgeber erheblich. Für das Team von Trainer Barbarez ist die mathematische Marschroute für die Gruppenphase klar kalkuliert.

Eine Niederlage muss zwingend vermieden werden, um die Hoffnungen in einer absolut machbaren Konstellation am Leben zu halten. Ein Unentschieden wäre ein respektabler Start, doch mit einem Auftaktsieg stünden die Chancen auf ein Weiterkommen als Gruppenzweiter bereits enorm gut. Wenn die Qualität und der Mut auf den Platz gebracht werden, ist für Bosnien-Herzegowina vieles möglich.

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