Dank starker Auftritte der Routiniers Edin Dzeko und Robert Lewandowski dürfen die Nationalmannschaften von Bosnien-Herzegowina und Polen weiterhin von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 träumen. In hart umkämpften Playoff-Duellen am Wochenende sicherten sich beide Teams das Weiterkommen und halten ihre WM-Chancen am Leben.

Elfmeter-Krimi: Dzeko erlöst Bosnien in Wales

Es war ein wahrer Kraftakt für Bosnien-Herzegowina. Im entscheidenden Auswärtsspiel in Wales standen die Gäste kurz vor dem Aus, ehe Edin Dzeko seine ganze Klasse aufblitzen ließ. Der ehemalige Bundesliga-Profi rettete seine Mannschaft in der 86. Minute mit einem wuchtigen Kopfballtreffer zum 1:1 in die Verlängerung. Nach torlosen weiteren 30 Minuten musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Im anschließenden Elfmeterschießen behielt die Balkan-Elf die Nerven, während die walisischen Gastgeber gleich zwei entscheidende Fehlschüsse verzeichneten.

Lewandowski und Polen drehen Partie gegen Albanien

Einen ähnlichen Nervenkitzel durchlebten die polnischen Fans. Das Team um Starangreifer Robert Lewandowski lag gegen Albanien zunächst mit 0:1 im Rückstand, bewies aber im zweiten Durchgang große Moral. Der langjährige Goalgetter des FC Bayern München und aktuelle Profi des FC Barcelona nahm das Heft in die Hand und erzielte in der 63. Minute den eminent wichtigen 1:1-Ausgleich. Nur zehn Minuten später krönte Piotr Zielinski (73.) die Drangphase der Polen und drehte die Partie endgültig zum 2:1-Endstand. Im nächsten Schritt wartet nun eine schwere Aufgabe auf die Osteuropäer: Sie müssen auswärts in Schweden antreten.

Gyökeres-Hattrick und türkischer Minimalismus

Die Skandinavier präsentierten sich derweil in absoluter Topform. Schweden, das sich über die Nations League für diese Playoffs qualifiziert hatte, ließ der Ukraine beim 3:1 (1:0) im spanischen Valencia keine Chance. Mann des Tages war Viktor Gyökeres: Der formstarke Angreifer schnürte einen lupenreinen Dreierpack (6., 51. und ein Foulelfmeter in der 73. Minute) und schoss die Tre Kronor quasi im Alleingang in die nächste Runde.

Spannung pur herrscht auch im Kampf um das Ticket der türkischen Nationalmannschaft. Dem Team um Kapitän Hakan Calhanoglu reichte ein knapper 1:0-Erfolg gegen Rumänien, um die Hoffnung auf die erste WM-Teilnahme seit 24 Jahren am Leben zu erhalten. Nun wartet am Dienstag das Duell gegen den Kosovo, der sich in einem echten Spektakel überraschend mit 4:3 in der Slowakei durchsetzen konnte.

Schick trifft bei tschechischem Zittersieg

Auch die tschechische Auswahl musste den Umweg über den Elfmeterpunkt nehmen. Gegen ein zähes Irland stand es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 2:2-Unentschieden. Leverkusens Offensivmann Patrik Schick hatte zwischenzeitlich per Foulelfmeter (27.) zum 1:2-Anschluss getroffen. Im alles entscheidenden Elfmeterschießen sicherten sich die Tschechen schließlich den knappen 4:3-Sieg. Im Kampf um das finale WM-Ticket empfängt das Team nun Dänemark, das sich parallel beim souveränen 4:0-Erfolg gegen Nordmazedonien keine Blöße gab und dank einer starken zweiten Halbzeit dominierte.

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