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England steht bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Achtelfinale. In einem hart umkämpften Sechzehntelfinale bezwangen die Briten die Demokratische Republik Kongo denkbar knapp mit 2:1 (0:1). Matchwinner war einmal mehr Harry Kane: Der englische Nationalspieler drehte die Partie in der Schlussviertelstunde quasi im Alleingang und verhinderte ein frühes Turnier-Aus für die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel.

Früher Schock: DR Kongo überrascht den Favoriten

Die Rollen waren vor dem Anpfiff eigentlich klar verteilt, nachdem die Engländer die Gruppenphase mit Siegen über Kroatien und Panama sowie einem Remis gegen Ghana als Erster beendet hatten. Doch der vermeintliche Außenseiter aus Afrika legte überraschend mutig los. Bereits in der siebten Spielminute rutschte eine Flanke aus dem Halbfeld zu Brian Cipenga durch. Dessen Schuss ins kurze Eck erwischte Keeper Jordan Pickford auf dem falschen Fuß und bescherte dem Underdog die umjubelte 1:0-Führung.

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Dieser unerwartete Rückstand zeigte spürbar Wirkung: Die Tuchel-Elf hatte große Mühe, Rhythmus aufzunehmen und offensiv überhaupt stattzufinden. Erst nach knapp einer halben Stunde sorgte ein Kopfball von Jude Bellingham nach einer präzisen Hereingabe von Declan Rice für echte Torgefahr. Der kongolesische Schlussmann Lionel Mbasi-Nzau parierte den Versuch jedoch glänzend (30.).

Aluminium-Glück und Elfmeter-Ärger vor der Pause

Beinahe hätte sich die zögerliche Herangehensweise der Engländer vor dem Seitenwechsel noch bitterer gerächt. Nach einem schnellen Vorstoß kam Yoane Wissa nach einer Flanke völlig frei zum Abschluss, traf aus knapp drei Metern allerdings nur den Pfosten (42.). Auf der Gegenseite hatte Aaron Wan-Bissaka zuvor einen satten Direktschuss von Marcus Rashford gerade noch auf der eigenen Torlinie geklärt (35.).

Kurz vor dem Pausenpfiff rückte schließlich Schiedsrichter Adham Makhadmeh in den Mittelpunkt des Geschehens. Englands Kapitän kam nach einem Steilpass im direkten Duell mit Torhüter Mbasi-Nzau im Strafraum zu Fall. Der erhoffte Elfmeterpfiff blieb zum Entsetzen der Briten jedoch aus. Die Zeitlupe belegte: Eine knifflige, aber letztlich vertretbare Entscheidung, da der Kontakt erst zustande kam, als der Angreifer bereits im Fallen war (44.).

Doppelpack: Der Torjäger erlöst die englischen Fans

Nach dem Seitenwechsel rannten die Europäer wütend gegen den Rückstand an, taten sich gegen kompakt stehende Kongolesen aber weiterhin schwer. Es brauchte am Ende die individuelle Klasse eines absoluten Weltstars, um das drohende WM-Desaster abzuwenden. In der 75. Minute schraubte sich der Stürmer des FC Bayern München in klassischer Mittelstürmer-Manier in die Höhe und wuchtete den Ball per Kopf zum 1:1-Ausgleich in die Maschen.

Damit war der Bann gebrochen. Nur elf Minuten später stellte der eiskalte Rekordtorschütze seine herausragende Schusstechnik unter Beweis. Mit einem wuchtigen Abschluss ließ er es krachen, markierte das umjubelte 2:1 (86.) und bewahrte sein Team vor dem K.o. Der glanzlose, aber enorm wichtige Arbeitssieg hält die englischen Titelhoffnungen beim Turnier in Nordamerika am Leben.

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