England kassiert Pleite gegen Japan im WM-Test – Harry Kane fehlt verletzt
England verliert den WM-Test gegen Japan im heimischen Wembley-Stadion mit 0:1, während Harry Kane verletzt zusehen muss.
Thomas Tuchel zieht vor der anstehenden Weltmeisterschaft alle Register. Der Trainer der englischen Nationalmannschaft hat für die kommenden Testspiele gegen Uruguay und Japan einen 35 Mann starken XXL-Kader nominiert. Mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme reagiert der 52-Jährige auf die extreme Belastung seiner Profis und eröffnet gleichzeitig das Casting für das WM-Turnier.
Die Belastung im englischen Profifußball ist immens. Mit 38 Ligaspielen, zwei nationalen Pokalwettbewerben und dem Europapokal stoßen viele Akteure an ihre körperlichen Grenzen. Tuchel betonte, dass einige seiner Schützlinge in dieser Saison bereits bis zu 4.000 Einsatzminuten in den Knochen haben. Um Leistungsträgern wie dem Ex-Münchner Harry Kane oder Arsenal-Profi Declan Rice eine dringend benötigte physische und mentale Pause zu verschaffen, wählt der Nationaltrainer einen kreativen Ansatz: Der Kader wird für die beiden Partien aufgeteilt. Nach dem ersten Test am Freitag gegen Uruguay reisen etliche Stammspieler ab, während frische Kräfte zum Team stoßen.
Neben der Belastungssteuerung dient das riesige Aufgebot, das bis auf vier Ausnahmen ausschließlich aus Spielern der Premier League besteht, einem weiteren entscheidenden Zweck: dem Kampf um die WM-Tickets. Tuchel nutzt die Breite des Kaders, um sich im letzten Lehrgang vor dem Turnier in den USA einen genauen Überblick zu verschaffen. Der Ex-Bayern-Coach möchte Akteure sehen, die bislang weniger im Rampenlicht standen, um den Konkurrenzkampf um die begehrten Flugtickets in die Vereinigten Staaten weiter anzuheizen.
Der Wettbewerb im englischen Lager ist ohnehin gewaltig, doch die Erwartungshaltung der Fans ist es ebenso. Tuchels Vorgänger Gareth Southgate führte die Mannschaft mehrfach nah an einen großen Triumph bei Welt- oder Europameisterschaften heran, der finale Schritt fehlte jedoch stets. Für Thomas Tuchel, dessen Amtszeit bislang als absolute Erfolgsstory gilt, ist das Anforderungsprofil klar definiert: Er soll die Three Lions zum Titel führen. Der clevere und weitsichtige Umgang mit den Ressourcen seiner Spieler ist dafür der erste wichtige Baustein.
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