England-Coach Thomas Tuchel nominiert XXL-Kader für WM-Härtetest
Thomas Tuchel beruft einen 35-Mann-Kader, um Englands Stars zu schonen und neue Kandidaten für die Weltmeisterschaft zu testen.
Die englische Nationalmannschaft hat im Wembley-Stadion ihren zweiten WM-Härtetest in Folge verpatzt. Das Team von Nationaltrainer Thomas Tuchel unterlag Japan mit 0:1, wobei Bayern-Star Harry Kane verletzungsbedingt fehlte und der Fehlstart in das Turnierjahr somit perfekt ist.
Vier Tage nach dem mageren 1:1-Unentschieden gegen Uruguay rotierte Thomas Tuchel seine Startelf auf gleich zehn Positionen. Anthony Gordon, Phil Foden und Cole Palmer sollten für offensiven Wirbel sorgen, doch die Hausherren blieben über weite Strecken harmlos und fanden keine Lösungen gegen disziplinierte Gäste. Den entscheidenden Treffer des Abends markierte Kaoru Mitoma in der 23. Minute, als er einen blitzsauberen Konter der Asiaten erfolgreich abschloss.
Trotz der prominenten Besetzung strahlte England kaum Torgefahr aus. Einzig ein Distanzschuss von Elliot Anderson, der die Querlatte streifte (35.), sorgte für kurzes Aufatmen. Die Japaner hingegen verteidigten clever, nutzten ihre Räume effizient und kamen durch Ayase Ueda, Ritsu Doan und Junya Ito zu weiteren hochkarätigen Chancen. Tuchels späte Wechsel brachten keine Besserung mehr ein, sodass die eigenen Anhänger den schwachen Auftritt nach dem Schlusspfiff mit lauten Pfiffen quittierten.
Für zusätzliche Unruhe sorgte die Abwesenheit des etatmäßigen Kapitäns. Der englische Rekordtorschütze verpasste die Partie wegen einer leichten Trainingsverletzung. Ob der Torgarant dem FC Bayern München im kommenden Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg am Samstag zur Verfügung steht, ist derzeit noch unklar. Auch im Hinblick auf das anstehende Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid im April herrscht nun Bangen beim deutschen Rekordmeister.
Während die Engländer Federn ließen, feierte die österreichische Auswahl unter Teamchef Ralf Rangnick einen 1:0-Erfolg gegen Südkorea. Marcel Sabitzer besorgte in der 48. Minute den Siegtreffer für das Team, das mit Akteuren wie Marko Arnautovic und Paul Wanner auflief und sich erneut äußerst effizient zeigte. Weniger erfolgreich verlief der Abend für Europameister Spanien. Die Elf von Trainer Luis de la Fuente biss sich trotz deutlicher Feldvorteile in Barcelona an Ägyptens starkem Schlussmann Mostafa Shobeir die Zähne aus und musste sich letztlich mit einem torlosen Remis zufriedengeben.
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