Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat Fußballfans weltweit eine sichere Weltmeisterschaft 2026 versprochen. Nach der schweren Gewaltwelle im vergangenen Februar versicherte die Staatschefin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Cancún, dass der Aufenthalt für alle Besucher geschützt und problemlos verlaufen werde.

Entwarnung nach tödlichen Ausschreitungen

Im Februar hatte der Tod des mächtigen Kartellbosses Nemesio Oseguera Cervantes landesweit für schwere Unruhen gesorgt. Mindestens 74 Menschen verloren bei den gewaltsamen Eskalationen ihr Leben. Da auch der designierte WM-Spielort Guadalajara von den Zwischenfällen betroffen war, kamen schnell ernsthafte Zweifel auf, ob das lateinamerikanische Land die Sicherheit der Mannschaften und Zehntausenden Zuschauer beim kommenden Großturnier garantieren kann.

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Mexiko richtet die Weltmeisterschaft ab dem 11. Juni 2026 gemeinsam mit den USA und Kanada aus. Insgesamt 13 Partien sollen in den Metropolen Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey stattfinden. Sheinbaum trat den aufkeimenden Bedenken nun entschieden entgegen. Die Lage im Land habe sich deutlich beruhigt, weshalb man einen angenehmen und sicheren Aufenthalt für Fans aus aller Welt garantieren könne. Zugleich nutzte die Präsidentin die Gelegenheit, um die Anhänger dazu einzuladen, neben dem runden Leder auch die vielfältige Kultur des Landes zu entdecken.

Rückhalt aus Deutschland für die Gastgebernation

Unterstützung für ihre Sicherheitsgarantien erhielt die mexikanische Regierung von höchster deutscher Stelle. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der in Mexiko den Abschluss seiner fünftägigen Lateinamerika-Reise beging, zeigte sich höchst optimistisch. Er sei sich sicher, dass die Behörden vor Ort alle notwendigen Vorkehrungen treffen werden, um einen friedlichen Ablauf der Spiele zu gewährleisten.

Ob das deutsche Staatsoberhaupt selbst für ein Spiel der DFB-Auswahl nach Nord- und Mittelamerika reisen wird, ließ er unterdessen noch offen. Ein möglicher Stadionbesuch hänge maßgeblich vom sportlichen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft ab.

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