Bastian Schweinsteiger nennt deutsches Nationalteam nach WM-Aus Mittelmaß
Nach dem bitteren WM-Aus rechnet Bastian Schweinsteiger mit dem DFB-Team ab und stellt die sportliche Zukunft infrage.
Nach dem blamablen Aus im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay muss Julian Nagelsmann seinen Posten als Bundestrainer räumen. Während die deutsche Fußballnation noch den Schock des frühen Ausscheidens in Nordamerika verarbeitet, teilt Kult-Trainer Peter Neururer scharf gegen den geschassten Coach aus und wirft ihm völlige Selbstüberschätzung vor. Der Deutsche Fußball-Bund steht nun vor einem teuren Neuanfang.
Das bittere Aus gegen den krassen Außenseiter aus Südamerika hat tiefe Spuren hinterlassen. Für Peter Neururer ist die Nicht-Leistung des DFB-Teams beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada an Peinlichkeit kaum zu überbieten. In einer Kolumne für das Wett-Portal Wettfreunde stellte der 71-Jährige unmissverständlich klar, dass er beim Zusehen keine Trauer, sondern pure Verzweiflung und Wut verspürt habe. Den lustlosen Auftritt der deutschen Auswahl bezeichnete der ehemalige Schalke-Coach als sportlich unerklärlich.
Besonders die historische Dimension des Scheiterns treibt den Routinier um. Deutschland habe nun bei drei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften kläglich versagt. Dass eine fußballerische Großmacht regelmäßig mehr Schritte zurück als nach vorne mache, sei schlicht grauenvoll. Eine harte, aber angesichts der nackten Turnier-Ergebnisse nachvollziehbare Analyse der jüngsten DFB-Historie.
Ins Zentrum seiner Kritik rückte Neururer das Verhalten des Ex-Bundestrainers. Vor allem die Reaktion von Nagelsmann direkt nach dem Schlusspfiff des Paraguay-Spiels stieß dem Bochumer bitter auf. Er attestierte dem scheidenden Übungsleiter knallhart eine gewisse Art von Arroganz und eine totale Selbstüberschätzung der eigenen Position. Ein klarer Schlussstrich sei daher zwingend erforderlich gewesen, um den dringend benötigten Neuaufbau einzuleiten.
Dieser Schnitt wird den Deutschen Fußball-Bund allerdings teuer zu stehen kommen. Berichten zufolge steht Nagelsmann nach seiner Freistellung eine stattliche Abfindung in Höhe von rund sieben Millionen Euro zu. Ein enormer finanzieller Kraftakt, der die ohnehin angespannte Lage beim Verband weiter verschärfen dürfte.
Während die Aufarbeitung des WM-Debakels gerade erst beginnt, läuft die Suche nach einem Nachfolger bereits auf Hochtouren. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein Name, der bei Fans und Experten gleichermaßen für Euphorie sorgt: Jürgen Klopp. Der ehemalige Erfolgstrainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool gilt als absoluter Traumkandidat für den vakanten Posten.
Aktuell ist der 57-Jährige als Head of Global Soccer für Red Bull tätig, doch sein Vertrag birgt ein entscheidendes Detail. Dem Vernehmen nach besitzt der charismatische Fußballlehrer eine spezielle Ausstiegsklausel, die exklusiv für eine Anfrage des DFB greift. Ob der Verband nach der Millionen-Abfindung für Nagelsmann jedoch die finanziellen Mittel aufbringen kann, um den Wunschkandidaten zu verpflichten, bleibt die spannendste Frage der kommenden Wochen.
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