Tumulte im WM-Finale: FIFA ermittelt gegen Argentinien und Spanien
Nach handfesten Auseinandersetzungen im WM-Finale fordert die FIFA offizielle Stellungnahmen von Argentinien und Spanien.
Die kanadische Nationalmannschaft hat ihren ersten Sieg in der WM-Historie teuer bezahlt. Mittelfeldspieler Ismael Kone scheidet mit einer schweren Beinverletzung für den Rest der Weltmeisterschaft aus. Der 22-Jährige verletzte sich beim deutlichen Sieg der Kanadier gegen Katar nach einem harten Foulspiel so schwer, dass er umgehend in ein örtliches Krankenhaus gebracht werden musste.
Die tragische Szene ereignete sich in unmittelbarer Nähe der kanadischen Auswechselbank. Der katarische Nationalspieler Assim Madibo traf Kone derart unglücklich, dass dieser mit einer Trage vom Feld abtransportiert werden musste. Nationaltrainer Jesse Marsch fand nach dem Spiel drastische Worte für den Vorfall: „Jeder konnte hören, wie der Knochen brach.“ Ersten medizinischen Berichten zufolge zog sich der Leistungsträger einen doppelten Bruch des Waden- und Schienbeins zu und wird seiner Mannschaft voraussichtlich vier bis fünf Monate fehlen.
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff versammelte der Cheftrainer seine Spieler in einem großen Kreis auf dem Rasen, um den Erfolg gemeinsam ihrem verletzten Teamkollegen zu widmen. Unfallverursacher Madibo, der für sein Einsteigen völlig zu Recht die Rote Karte sah, zeigte sich bereits auf dem Platz sichtlich geschockt und entschuldigte sich im Nachgang der Partie persönlich in der Kabine der Nordamerikaner.
Trotz des enormen emotionalen Rückschlags zeigte das kanadische Team eine beeindruckende sportliche Reaktion. Angeführt von einem überragenden Jonathan David, der einen Dreierpack schnürte, dominierte Kanada das Spiel nach Belieben. Auch Cyle Larin und der für Kone eingewechselte Nathan Saliba trugen sich in die Torschützenliste ein. Saliba sorgte für den emotionalsten Moment des Abends, als er beim Torjubel das Trikot seines verletzten Mitspielers in die Höhe reckte.
Für die Kanadier geht der Blick im Turnier nun nach vorne. Am kommenden Dienstag trifft die Marsch-Elf in Vancouver auf die Schweiz. Bereits ein Unentschieden reicht der Mannschaft, um den Sieg in der Gruppe B perfekt zu machen und in die K.o.-Phase einzuziehen.
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