Bastian Schweinsteiger nennt deutsches Nationalteam nach WM-Aus Mittelmaß
Nach dem bitteren WM-Aus rechnet Bastian Schweinsteiger mit dem DFB-Team ab und stellt die sportliche Zukunft infrage.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) steht nach dem frühen Aus bei der Weltmeisterschaft und dem kostspieligen Trainerwechsel vor massiven finanziellen Herausforderungen. Die Trennung von Julian Nagelsmann, die millionenschwere Verpflichtung von Nachfolger Jürgen Klopp sowie die entgangenen WM-Prämien reißen ein tiefes Loch in die Verbandskasse.
Das blamable Ausscheiden im WM-Sechzehntelfinale nach Elfmeterschießen gegen Paraguay markierte nicht nur das sportliche Ende einer Ära, sondern auch den Beginn einer extrem teuren Neuausrichtung für den größten Sportfachverband der Welt. Nach Informationen der Sportschau muss der DFB eine Abfindung von knapp sieben Millionen Euro an den entlassenen Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann überweisen. Damit rückt der erst kürzlich veröffentlichte und durchweg positive Finanzbericht für das Jahr 2025 rasch in den Hintergrund.
Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp setzt der DFB auf die absolute Premium-Lösung – und die hat ihren Preis. Das Basisgehalt des Erfolgscoaches soll bei mindestens zehn Millionen Euro liegen, erfolgsabhängige Prämien noch nicht eingerechnet. Hinzu kommen die Gehälter für sein etabliertes Trainerteam.
Zusätzlich droht ein weiterer finanzieller Kraftakt: Da der Ex-Dortmunder aktuell noch als weltweiter Fußballchef bei Red Bull unter Vertrag steht, könnte der Getränkekonzern eine üppige Ablösesumme fordern. Verhandlungspartner aufseiten von Red Bull ist ausgerechnet Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, der den DFB 2023 nach internen Querelen verlassen hatte. Wie teuer solche Deals werden können, zeigte sich 2021, als Bayern München stolze 25 Millionen Euro nach Leipzig überwies, um Nagelsmann an die Säbener Straße zu lotsen.
Neben den explodierenden Ausgaben auf der Trainerbank brechen dem Dachverband auch die fest eingeplanten Einnahmen weg. Trotz der lobenden Worte von FIFA-Präsident Gianni Infantino für die deutschen Leistungen, bleibt die finanzielle Ausbeute der Weltmeisterschaft ernüchternd. Für das Erreichen der K.o.-Runde kassiert der DFB lediglich elf Millionen US-Dollar an Prämien, zuzüglich einer Vorabzahlung von 2,5 Millionen US-Dollar für die Vorbereitung.
Umgerechnet fließen somit knapp zwölf Millionen Euro auf das Konto des DFB. Zum Vergleich: Der kommende Weltmeister streicht allein 50 Millionen US-Dollar ein. Das frühe sportliche Scheitern schwächt zudem die Verhandlungsposition des Verbandes gegenüber potenziellen und bestehenden Sponsoren. Ein Szenario, das Erinnerungen weckt: Bereits nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2022 in Katar musste der DFB aufgrund fehlender sportlicher Erfolge ein negatives Finanzergebnis verbuchen.
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